pfadi Hinterthurgau
Sarasanis, Seilbahnen und Seilbrücken gebaut

Alina Muther
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(chm)

Sarasanis, Seilbahnen und Seilbrücken gebaut

Kurz vor dem traditionellen Pfingstlager veranstaltete die Pfadi Hinterthurgau für ihr Leiterteam einen zweitägigen Kurs in Pfaditechnik. Gelernt wurde der Aufbau von Seilbahnen, Seilbrücken und einem Sarasani, einem Gemeinschaftszelt aus Armeeblachen.

Es sieht aus wie in einem Waldschulzimmer: Zwischen zwei Bäumen hängen zwei Blachen mit Anleitungen, davor sitzen zwanzig Hinterthurgauer PfadileiterInnen auf ihren Melchschemmel und hören einem Experten vom Seiltechnik-Team Thurgau zu. Dieser zeigt auf, wie eine Seilbahn korrekt aufgebaut wird, welche Knoten es braucht und wie die Seilbahn gesichert wird. Danach geht es ans Üben: In Vierergruppen wird zwischen zwei Bäumen ein Seil nach den Richtlinien von J&S (Jugend und Sport) gespannt. Dafür werden Knoten wie «gesteckter Achter» und «Blockierknoten» benötigt.

Erst wenn die Knoten und die korrekte Aufbautechnik geübt und verinnerlicht sind, geht es an den Bau der grossen Seilbrücke. Über ein tiefes Bachtobel soll diese führen. Das erfordert grossen Einsatz bei allen Beteiligten, ist das Gelände zwischen Riethüsli Braunau und Thor doch recht unwegsam. Um die Seilbrücke zu überqueren, müssen die Teilnehmer einen Klettergurt tragen. Sie sind somit gesichert und es passiert nichts, wenn sie das Gleichgewicht verlieren und vom Seil abrutschen.

Nebst einer zweiten Seilbrücke bauen die Pfadileiter auch zwei Seilbahnen. Die längere der beiden Seilbahnen ist stolze 40 Meter lang und führt über einen kleinen Wasserfall. Die Erbauer hängen sich mit ihrem Klettergurt ein und springen über den Schluchtrand hinein ins rasante Abenteuer. Dies ist die wohlverdiente Belohnung für ihren grossen Einsatz.

Am ersten der beiden Kurstage errichteten die Teilnehmer zwei grosse Sarasanis. Diese sind aus Armeeblachen zusammengeknüpft und ein acht Meter langer Baumstamm-Mast hält die Blachen wie bei einem Zirkuszelt in die Höhe. Einen Sarasani braucht es in jedem Zeltlager als Schutz vor Regen und zu viel Sonne. Die nächste Gelegenheit, das Gelernte anzuwenden, wird das Bundeslager in Obergoms sein. Da treffen sich 30 000 Pfader aus der ganzen Schweiz für ein gemeinsames Sommerlager. Von der Pfadi Hinterthurgau werden 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 8 bis 28 Jahren ans BU-LA reisen.