Leserbeitrag
Obersiggenthal: Steuerfusserhöhung um 7 % - so nicht!

Annerose Morach
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Der Gemeinderat und die FIKO schlagen wegen der angespannten Finanzlage eine Steuerfusserhöhung um satte 7 % vor. Angesichts des generösen Investitionsverhaltens der letzten Jahre (Prunkbau Goldiland lässt grüssen!) erstaunt dieser Mehrbedarf an Steuereinnahmen nicht sehr. Mahnende Stimmen wurden nicht gehört oder als Schwarzmaler tituliert! So wird in dieser Gemeinde bei Investitionen seit Jahren proklamiert, dass man darauf nicht verzichten kann, um nicht an Attraktivität zu verlieren. Diese Attraktivität hängt aber nicht nur von den Angeboten ab sondern mindestens im gleichen Mass von der steuerlichen Attraktivität – sprich dem Steuerfuss. Mit der vorgeschlagenen Erhöhung von 7 % rutscht man nun von einer steuergünstigen Gemeinde sogar über das Mittel aller Gemeinden im Aargau!
Wie in der Vergangenheit wird es wohl das Stimmvolk wieder richten müssen und dieser Erhöhung eine Abfuhr erteilen. Dadurch bricht keine Welt zusammen, eventl. entsteht kurzfristig ein Defizit, welches die Exekutive und Legislative in dieser Gemeinde ermahnen soll, haushälterischer mit den Mitteln umzugehen. Dass der Steuerfuss jedoch nicht auf dem heutigen Niveau von 98 % verbleiben kann, ist Tatsache. Mit einem NEIN an der Urne am 22. November ebnen sie, liebe Stimmbürger, den Weg, dass z. B. eine reduzierte Erhöhung von lediglich 5 % eine Chance erhält.
René Berz, Kirchdorf