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Trotz Corona eine erfolgreiche Projektwoche

Flurina Lienhard
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(chm)

Kaum waren sie aus den Frühlingsferien zurück, erwartete die Schülerinnen und Schüler der Bezirksschule Brugg eine vielseitige Projektwoche.

Wieder einmal hatte die Coronapandemie der Schule Brugg ein Hindernis in den Weg gestellt. Normalerweise hätten die Schulkinder der Bezirksschule eine Woche lang einen bestimmten Kurs zusammen mit anderen jungen Leuten, die denselben Kurs gewählt haben, besucht. Aufgrund der Coronapandemie entschied man sich, die einzelnen Klassen möglichst wenig zu durchmischen. So wurde die Kurswoche dieses Jahr klassenweise durchgeführt. Jeden Tag haben sich die Jugendlichen mit einem anderen Kurs beschäftigt.

«Das macht bestimmt Spass!», hört man eine Stimme. Im Zimmer 19 spürt man die Aufregung der Schülerinnen und Schüler der Klasse B1b. Die Jugendlichen sitzen gespannt auf ihren Stühlen und warten aufmerksam auf weitere Anweisungen der Lehrpersonen. Am ersten Tag der einwöchigen Kurswoche wartet eine Exkursion zum vielfältigen Lotharwald auf sie.

In aufgeregter Stimmung brechen sie am kühlen Morgen auf. Gut zu hören sind die knirschenden Steine unter den Füssen der energievollen Klasse, als die Jugendlichen unter der Leitung von Markus Vogel und Meike Gloor nach kurzem Gang auf dem harten Asphalt auf den steinigen Waldboden übertreten.

Vor ca. zwei Dekaden fegte ein kräftiger Sturm namens «Lothar» über das Gebiet Zentraleuropas. Der Wald in Hausen wurde durch den Sturm stark beschädigt. Der Kanton liess den Wald nicht fallen und gab ihm eine zweite Chance, damit sich das Waldgebiet zukünftig mit eigenen Kräften erneuern und seine wiedererlangte Natur zeigen kann. So bekam der Wald auch seinen jetzigen Namen, «Lotharwald».

Stetige Schritte bringen die Klasse zum Ziel. Endlich erreichten sie den Tümpel. Im kleinen Wasserkörper schwirrt es voller lebendiger Wesen wie verschiedener Arten von Würmern, Molchen, Wasserläufern, im Wasser lebender Pflanzen und noch vieler weiterer tierischer und pflanzlicher Organismen. «Brrrr!», plötzlich schreit jemand auf. Ein tollpatschiger Schüler ist versehentlich knietief ins Wasser getreten. Auf die Nachfrage: «Wie hat sich das Wasser angefühlt?», erwidert er: «Kalt, sehr kalt…» Die Antwort führt zu lautem, amüsiertem Gelächter.

Nach der erlebnisreichen Wanderung im Wald folgt am Dienstag «Bouldern» in Windisch. Unter Bouldern versteht man das Klettern an meist künstlich hergestellten Fels- oder Kletterwänden ohne Kletterseil. Die Schulkinder fahren gemeinsam mit dem Velo zur «Blockchäfer- Kletter- und Boulderhalle». Dort probieren sie Kletterschuhe an und mieten anschliessend die ausgewählten Schuhe. Für die jungen Kletterer gibt es unter anderem kleine, lustige Spass-Wettkämpfe. Am Ende haben viele noch Muskelkater, doch den nehmen die 25 Jugendlichen gerne auf sich, war es doch ein tolles Erlebnis für die Klasse.

Am Mittwoch geht es dann zurück ins Schulhaus. Im Zimmer des «Bilderischen Gestaltens» hat man die Möglichkeit, selber den Einband eines kleinen Heftchens zu gestalten. Sie haben viele Materialien zur Verfügung und zahlreiche Wege, diese zu verwenden. Es ist ein toller Tag, um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Der «Parkour-Block» am Donnerstag ist der Halbtag, auf den sich viele Jugendliche am meisten freuen. Die Spannung steigt, als sie den Airtrack – eine luftgefüllte Matte, auf der man Saltos, Flips etc. besser ausführen kann – aufblasen. An diesem Halbtag voller Sport beschäftigen sie sich mit Parkour-Hindernissen, dem Airtrack und dem Riesentrampolin. Um sich noch vollständig auszupowern, spielen sie zuletzt noch anstrengende Spiele.

Beim «Real Life Comic» am Freitag geht es darum, ein Comic über unterschiedliche Charaktere zu erstellen. So sollen die Teenager selbstständig das Comic inkl. die Figuren planen, Fotos aufnehmen und das fertige Endprodukt schliesslich bei der Lehrperson abgeben. Auf der Website der Schule Brugg findet man die beliebtesten Comics jeder Klasse.

«Ich fand die ganze Woche sehr abwechslungsreich und es hat sehr viel Spass gemacht!», berichtet 7.-Klässler Milan. Zur Freude des Lehrerteams und der Schulleitung erhielt die abgeänderte Projektwoche viel positives Feedback. Wie wird die Kurswoche wohl nächstes Jahr aussehen?

Ein Artikel von Maaya Srinivas und Daniela Popescu, Klasse B1b der Bezirksschule Brugg