Leserbeitrag
Neuauflage Weinwanderwegkarte

Generalversammlung des Rebberg -Vereins

Marcel Siegrist
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Präsident Felix Knecht durfte zur elften Generalversammlung 32 Mitglieder begrüssen. Die entschuldigt Abwesenden wurden namentlich genannt. Nachdem sich alle mit der vorgeschlagenen Traktandenliste einverstanden erklärten und fristgerecht keine Anträge eingegangen waren, wurde Meinrad Keller als Stimmenzähler vorgeschlagen und gewählt. Das Protokoll, welches unter der Vereinswebseite www.weinwanderweg.ch eingesehen werden kann, wurde genehmigt und mit Applaus verdankt. Im Anschluss daran wurden die Anwesenden mit einem feinen Menu von Roger Oberthaler und seiner Crew verwöhnt.

Traubenlese liess Erinnerungen an das Rekordjahr 2003 aufkommen
In seinem Jahresbericht hielt der Präsident Rückschau auf das vergangene Rebjahr und die damit verbundenen Vorkommnisse. Auf einen winterlichen Jahresbeginn folgte bereits im April und Mai der Frühsommer und die Sommerhitze Ende August führte zu einer akuten Herbsttrockenheit. Zum wirklichen Wintereinzug kam es erst Mitte Dezember.
Beim Niederschlag resultierten Monat für Monat und innerhalb kurzer Perioden extrem grosse Unterschiede. Laut Statistik von Reto Waldburger wiesen die Messstationen im Unteren Aaretal für den April die absolut tiefsten Niederschlagssummen der gesamten Schweiz aus, während es im Juli gerade zum Gegenteil kam.
Dank der günstigen Topographie in aller Regel eher weniger anfällig für Unwetter überstand unsere Region das Jahr 2009 beinahe schadenfrei. In Erinnerung bleiben sicherlich der heftige, aber kurze Hagelschlag am Nachmittag des 22. August und die äusserst heftigen Gewittererscheinungen in der Nacht vom 2. auf den 3. September.
Der Austrieb erfolgte ab dem 20. April relativ spät, was aber wiederum die Gefahr von Frühjahrsfrösten verringerte. In den Monaten Mai, Juni und Juli durfte man auf beinahe optimale Witterungsbedingungen zählen. Zum Leidwesen der Sonnenhungrigen fielen in dieser Vegetationsperiode immer genügend Niederschläge (im Juli sogar das Doppelt des langjährigen Mittels).
Dank der starken Wüchsigkeit begannen die Reben auch früh zu blühen, bereits ab dem 10. Juni waren die ersten Rebgescheine in Vollblüte. Farbumschlag der Beeren im ersten Augustdrittel zeigte klar, dass der Vegetationsvorsprung zirka eine Woche betrug.
Der September sowie die erste Oktoberhälfte boten Traubenwetter, wie es idealer nicht sein könnte: kühle Nächte wechselten sich mit sehr warmen, trockenen Tagen ab. Phantastische Konditionen also, die zu einer hervorragenden Traubenqualität führen mussten!
Das grösste Problem war einmal mehr der falsche Mehltau. Vor allem die hohen Tem-peraturen und die häufigen Niederschläge im Juli bewirkten einerseits eine extreme Virulenz des Pilzes, andererseits die Schwierigkeit, ein Schönwetterfenster für dessen Behandlung zu finden. Diese Tatsache führte zum Teil zu empfindlichen Blattverlusten bis hin zu katastrophalen Traubenschäden.
Bei der Traubenlese erinnerte man sich des öftern an die Rekordwerte des Jahres 2003, in welchem ebenso schöne und zuckersüsse Früchte bei sommerlichen Temperatu-ren (7. Oktober: 27.4° C) geerntet werden konnten. Zusätzlich hatte es diesmal auch noch mit der Menge geklappt.

Abwechslungsreiches Vereinsjahr mit der Bundesfeier als Höhepunkt
Während im Februar die Ortseingangstafeln von Döttingen mit dem Zusatz "Aargauer Rebbaudorf" geschmückt und eingeweiht werden durften, brachten Kurt Häfeli und Urs Knecht die erste Thementafel zur Geschichte des Döttinger Rebbaus am Weinwanderweg beim Reservoir an.
Anlässlich des IP-Kurses im Mai konnten die Vereinsmitlgieder einiges von Thierry Wins von der Forschungsanstalt Wädenswil über Neuanlagen erfahren. Nebst dem theoretischen Input ging es dieses Mal auch gleich zur praktischen Anwendung über, wurden doch 70 Riesling-Sylvaner-Reben gepflanzt.
In guter Erinnerung bleiben wird sicherlich die prachtvolle 1.August-Feier im Rebberg, deren Organisation der Verein aus Anlass des 10jährigen Bestehens übernommen hatte. Allen freiwilligen Helfern und Helferinnen, die sich für das Gelingen dieses Festes so sehr eingesetzt haben, sei an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich gedankt!
Im September wurden die Rebsortentafeln am Weinwanderweg aufgestellt und eingeweiht. Den Projektverantwortlichen und den sich daran beteiligten Winzern gebührt ein grosses Dankeschön für das geleistete Engagement.
Ad acta gelegt werden konnte im November das Dauerthema "Schwemmtreppen", wurde doch die Montistiege auf vorbildliche Art und Weise durch das Bauamt und die Birchmeier AG in Stand gestellt. Der Gemeinde Döttingen sei zudem für die neuen "Bänkli" entlang des Weinwanderweges gedankt.
Franz Suter erläuterte im Anschluss den Kassabericht, welcher anstandslos und per Akklamation gutgeheissen und verdankt wurde.

Ausblick
Nach wie vor erfreut sich die Weinwanderwegkarte einer grossen Beliebtheit mit entsprechender Nachfrage. Ab sofort ist die 2. Auflage am Schalter der Gemeindekanzleien und bei den Rebbergvereinen erhältlich. Vielen Dank an die beiden Initiantinnen Regula Jordi und Liliane Zimmermann.
Der diesjährige IP-Kurs wird dieses Jahr vom Weinbauverband Tegerfelden und Umgebung organisiert und findet am Freitag, 25. Juni um 17 Uhr in Tegerfelden zum Thema "Verwirrungstechnik und Schädlinge" statt. Für die Lancierung sowie das Gastrecht sei heute schon recht herzlich gedankt.
Unter Verschiedenem wurde ein weiteres Mal auf die von Hans und Felix Zimmermann mit viel Herzblut kreierte Webseite aufmerksam gemacht. Es lohnt sich wirklich, der Seite www.weinwanderweg.ch einen Besuch abzustatten!
Nach Beendigung des offiziellen Teils der Generalversammlung leitete Felix Knecht zum noch ausstehenden Dessertgang über, sodass der Abend bei einem süssen Deckelchen seinen Ausklang fand.

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