Leserbeitrag
Naturparadies Galapagos

Interessantes Referat vin Dr. Friedrich Oelhafen über den Galapagos-Archipel.

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An seine Novemberzzusammenkunft hatte der Reformierte Frauenverein Schönenwerd den Biologen und ehemaligen Aarauer Kantonsschullehrer Dr. Friedrich Oelhafen für ein Referat über die Galápagos-Inseln eingeladen. Seine Reise auf diese Inseln liegt zwar schon ein paar Jahre zurück, die Beobachtungen und Schilderungen haben aber an Aktualität nicht verloren. Nicht ohne Überraschungen kam die Reisegruppe damals an ihr Ziel, denn wegen eines Vulkanausbruchs war ein Zwischenstopp nötig geworden.. Als der Galápagos-Archipel endlich erreicht worden war, musste ein Teil der Reisegesellschaft auf dem Flughafen zurückbleiben und wurde später per Boot auf das «Hotelschiff» gebracht. Wie Friedrich Oelhafen berichtete, sind die Galápagos-Inseln, die zu Ecuador gehören, vulkanischen Ursprungs. Sie liegen rund tausend Kilometer vom südamerikanischen Festland entfernt im Stillen Ozean. Der Archipel wurde 1535 zufällig entdeckt. Auf den Inseln entwickelte sich eine Pflanzen- und Tierwelt, welche wegen der isolierten Lage einzigartig ist. Aus diesem Grund wurde er zum Weltnaturerbe der Unesco erklärt und steht heute inter Naturschutz. Wie Friedrich Oelhafen berichten konnte, herrschen strenge Vorschriften für die Touristen. So dürfen die Wege auf keinen Fall verlassen werden und vor dem Eindunkeln müssen die Gäste in ihre Unterkünfte zurückkehren. Dadurch wird erreicht, dass Tiere und Vegetation optimal geschont werden. Bekannt wurde die Inselgruppe durch Charles Darwin (1809-1882), der sie 1835 besuchte und Studien zu seiner Evolutionstheorie machte. Nach ihm benannt sind die Darwinfinken, die nur auf den Galápagos-Inseln vorkommen und deren Schnäbel je nach Art der Nahrung speziell geformt sind. Die Tiere - vor allem die Seelöwen - zeigen keine Scheu vor den Menschen, da sie von ihnen nicht bejagt werden. Viele Tierarten wie die bekannten Galápagos-Schildkröten, die Meerechsen und Landleguane leben ebenfalls nur in dieser abgeschiedenen Weltgegend. Auffällig ist bei der Meerechse ihr weisser Kopf, der von einer Salzkruste bedeckt ist, weil das durch das Meerwasser aufgenommene Salz durch eine Spezialdrüse durch die Nasenöffnungen ausgeschieden wird. Künstlich dezimiert müssen die Ziegen werden, deren Population nach dem Einschleppen auf die Inseln überhand genommen hat. Es war ein informativer und mit schönen Bildern dokumentierter Vortrag, vom Biologen Friedrich Oelhafen für alle verständlich präsentiert.. ao

Bild: Dr. Friedrich Oelhafen präsentierte fantastische Bilder der Galápagos-Tierwelt. (Bild: Arno Oppliger).