Leserbeitrag
Mit vollem Elan in die Ausbildung Zimmermann/Zimmerin gestar-tet

Chris Regez
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CRC: Lara Margiotta und Nico Burger absolvieren seit Anfang August ihre vierjährige Lehre als Zimmermann/Zimmerin EFZ. Ihre ersten Eindrücke sind nur positiv.

Lara Margiotta und Nico Burger absolvierten mehrere Schnupperlehren und lernten dabei diverse Berufe in verschiedenen Branchen kennen. Beide entschieden sich danach aus voller Überzeugung für eine Ausbildung als Zimmermann/Zimmerin. Dass sie sich für die Josef Lehmann Holzbau AG als Lehrbetrieb entschieden, hat unter anderem damit zu tun, dass sie beim «Schnuppern» einen umfassenden Einblick erhielten und sich kompetent betreut fühlten.

Lara Margiotta erinnert sich: «Ich war schon nach dem ersten Tag an von den abwechslungsreichen Arbeiten und der Firma begeistert. Holz ist ein wunderbarer Werkstoff, der angenehm riecht und sich optimal bearbeiten lässt. Somit ist er ideal für Konstruktionen jeder Art.» Nico Burger ergänzt: «Beim Team fühlte ich mich bestens aufgehoben, am Ende des Tages sah ich ein Resultat und ich arbeite sehr gerne mit Holz. Auch in luftiger Höhe.»

Übergang Schule – Lehre

Nico und Lara sind jetzt seit einigen Wochen in der Lehre. Die grössten Unterschiede zur Oberstufe sind das frühe Aufstehen, die körperlichen Tätigkeiten und die Kombination Arbeit in der Firma, Berufsschule und fachliche Ausbildung im ÜK-Zentrum. Nach einem Tag im Betrieb oder auf der Baustelle sind sie jeweils sehr müde, aber glücklich. Beide sind überzeugt, dass sich ihre Körper an die neuen Herausforderungen gewöhnen werden. Lara Margiotta freut sich, dass sie fast täglich etwas Neues lernt, und Nico Burger ergänzt, «dass nach der Erklärung von neuen Arbeiten teilweise schon selbstständiges Arbeiten möglich ist». Sie schätzen es, dass sie im Betrieb einen Ansprechpartner haben, der sie betreut und der ihnen in einer Art «Göttifunktion» bei allen möglichen Fragen zur Verfügung steht.

Arbeitssicherheit

Ein grosser Unterschied zur Schule ist das Thema Arbeitssicherheit im Betrieb und auf der Baustelle. In der Berufsschule wurden sie dazu ausführlich von zwei SUVA-Spezialisten instruiert und geschult. Dabei wurden sie angewiesen, auf der Baustelle stets trittfeste Schuhe mit Stahlkappen und einen Helm zu tragen. Beim Arbeiten an der Maschine in der Produktionshalle sind Brille und Gehörschutz Pflicht.

Auch für Frauen geeignet

Natürlich ist der Beruf des Zimmermanns zu einem grossen Teil eine Männerdomäne. Trotzdem ist Lara nicht die einzige Frau, die in diesem Jahr im Aargau die Ausbildung zur Zimmerin aufgenommen hat. «Dieser Beruf ist genau richtig für mich, denn ich arbeite gerne mit den Maschinen und auf dem Bau.»

((Kasten))

Die Ausbildung Zimmermann/Zimmerin EFZ dauert vier Jahre und die Ausbildung Holzbearbeiter/in EBA zwei Jahre. Im Aargau bieten rund 80 Betriebe diese faszinierenden Ausbildungen an. Am Donnerstag, 12. November 2020, findet der «Nationale Zukunftstag» statt. Dann haben interessierte Jugendliche die Möglichkeit, sich in diversen Holzbaubetrieben von der attraktiven und facettenreichen Ausbildung als «Zimmermann/Zimmerin» zu überzeugen. Mehr dazu bei der Geschäftsstelle Holzbau Schweiz, Sektion Aargau, Tel. 062 834 82 80, und auf www.holzbau.ag.