Meisterschaft des Kanu Club Dietikon

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Alois Achermann

Alois Achermann

Zur Verfügung gestellt

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Am Samstag führte der Kanu Club Dietikon die jährliche Clubmeisterschaft durch. Ein Ausläufer des Sturmtiefs über Irland, beeinflusste das Wetter im Limmattal wesentlich. Am frühen Nachmittag zogen schwarze Regenwolken über das Tal. Kurz vor dem Wettkampfstart gingen die Schleusen am Himmel auf und ein intensiver Gewitterregen prasselte auf die Fahrer nieder. So waren alle von Anfang an durchnässt. Die Luft– und Wassertemperaturen waren aber sehr angenehm. Also kein Grund zur Sorge. Nach einem Weilchen fielen dann nur noch vereinzelte Tropfen der Event konnte gestartet werden.
Die Wassergeschwindigkeit der Limmat war eher langsam, da in der Limmat nur 81 m3 Wasser pro Sekunde durch das Tal flossen. Die Meisterschaft 2020 bestand aus zwei Abfahrtssprints auf der Limmat. 13 Boote mit 23 Fahrern nahmen am Anlass teil. Gute Technik im Vortrieb, die Taktik der Routenwahl auf der breiten Limmat und Ausdauer für eine hohe Schlagkadenz brauchten die motivierten Wettkämpfer, wollten sie den Wanderpokal erkämpfen.
Für einen optimalen Start baute der Veranstalter einen Hochstart. Mit dieser Einrichtung konnten die Boote zum Startbeginn optimal beschleunigt werden. Freier Fall aus zwei Metern Höhe in die Limmat. Natürlich kann so ein Hochstart auch schiefgehen, und dann schwimmt man bereits zu Beginn in der Limmat. Nur wenige nutzen diese effiziente Startmethode.
Die Meisterschaft war ein Familienanlass. In den Kanadier Booten (offene Paddelboote) sassen Familien mit Nachwuchs oder Väter mit Sohn oder Tochter. Da der Intervall beim Start nur eine Minute betrug, wurde auf der Strecke von der Schlierener Limmatbrücke bis zum Bootshaus des Kanu Club Dietikon einige kräftezehrenden Kämpfe zwischen den Teilnehmern ausgetragen. Alle Teilnehmer erreichten das Ziel und konnten im Klassement gewertet werden.
Die harte Arbeit zur Meisterschaft war nun getan. Es galt das Glück herauszufordern. Einige Kanufahrer verfügen über ein Rettungsseil um Kameraden zu retten. Je weiter das Seil geworfen wurde, um so grösser die Zeitgutschrift. Pro Boot konnte die Mannschaft drei Würfe durchführen. So konnte eine Mannschaft ihre Wettkampfzeit um maximal 75 Sekunden reduzieren.
Dieses Jahr fand eine revolutionäre Neuerung Eingang in
die Meisterschaftswertung des KCD. Wer zu Fuss, oder mit dem ÖV an den Anlass anreist, erhielt auf die Wettkampfzeit eine Reduktion von 30 Sekunden. Wer mit dem Velo anreiste, erhielt eine Reduktion auf seine Wettkampfzeit um 20 Sekunden. Reisende die mit Verbrennungsmotoren anreisen erhielten keine Reduktion. Diese neue Regelung sorgte für reichlichen Gesprächsstoff. Bei Sonnenschein, blauem Himmel und ausgelassener Stimmung gab es noch ein kulinarisches Hoch. Ein feines Salatbuffet, Würste vom Grill, Kaffee und Kuchen. Es war ein schöner, gemütlicher Anlass, diese Meisterschaft. Vielen Dank an Alle die anwesend waren.
KCD Meister 2020 wurde Alois Achermann (20:03). Zwei Läufe mit Bestzeit bescherten ihm die Führung. Newcomer des Tages war der 16-jährige Sebastian Hamburger, der sich den 2. Platz (21:43) holte. Als Vertreter der älteren Garde, klassierte sich der Schreibende Christian Schütz, auf dem 3.Platz (22:53).

Christian Schütz