Leserbeitrag
Meilenstein für junge Berufsleute

Marcel Siegrist
Drucken
Teilen
Bilder zum Leserbeitrag

Bilder zum Leserbeitrag

Im Revier des Forstbetriebes Mutschellen war der praktische Teil der Lehrabschlussprüfungen der Forstwarte durchgeführt worden. Und am Prüfungsort gewissermassen, in der Holzlagerhalle Bärhau in Unterlunkhofen, wo sie und ihre Begleitung durch Gemeindeammann Roger Cébe willkommen geheissen wurden, durften die jungen Berufsleute aus der Hand von Chefexperte Christoph Fischer und Försterverbands-Präsident Oliver Frey ihre Fähigkeitsausweise in Empfang nehmen.

Gefragte Berufsleute
“Es braucht junge, gut ausgebildete Forstwarte, damit der Rohstoff Holz genutzt werden kann“, sagte Oliver Frey. Er ging auf die unterschiedlichen Wahrnehmungen des Waldes durch den Menschen ein, aber auch auf die Bedeutung des Waldes, der, wie er sagte, viele Funktionen unentgeltlich zur Verfügung stelle. Forstwarten würden beruflich viele Möglichkeiten offenstehen, stellte Oliver Frey fest. Auch der Weg in die Försterschule. „Im Aargau“, so der Präsident des Försterverbandes, „zählt die Hälfte der Förster 55 Jahre oder mehr. Von daher zeichnen sich personelle Änderungen ab. Im Forst beginnt sich ein Personalmangel bemerkbar zu machen.“

Oliver Frey wies auch auf das Umfeld hin, das für den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung wichtig ist. Er dankte der Berufsschullehrern Richard Plüss und Kurt Schmidli, dem Bildungsverantwortlichen Felix Binder, dem Prüfungsobmann Christoph Fischer und dem Leiter des Forstbetriebs Mutschellen, Christian Schmid, und dessen Team für die Durchführung der praktischen Prüfung und der Lehrabschlussfeier.

„Willkommen im Forst“, wandte sich Alain Morier, Leiter der Abteilung Wald des Kantons Aargau, an die jungen Forstwarte. „Sie sind die wichtigsten Botschafter des Waldes. Sie prägen das Bild des Waldes in der Öffentlichkeit.“

Ehrenäxte für die Besten
Alle 30 Absolventen der Lehrabschlussklasse 2015 haben die Prüfung bestanden. Die traditionelle Ehrenaxt des Försterverbandes für die drei Absolventen mit den besten Resultaten erhielten Marco Freda aus Oberweningen (Lehrbetrieb Forstverwaltung Wettingen) mit der Note 5,3; Dimitri Simon aus Remetschwil (Lehrbetrieb Forstrevier Heitersberg, Spreitenbach) mit der Note 5,2 und Adrian Gobetti aus Hirschthal (Lehrbetrieb Forstbetrieb Region Aarau) ebenfalls mit der Note 5,2. Opfer sozusagen der komplizierten Vergaberegeln für die Ehrenaxt wurde, trotz ihrer Bestnote von 5,3, Kyra-Marie Stolp aus Beinwil am See (Lehrbetrieb Forstverwaltung Suhr-Buchs-Aarau).

Mit den von Holz Aargau vergebenen Barpreisen ausgezeichnet wurden Dimitri Simon, Till Tanner aus Birsfelden (Lehrbetrieb Forstbetrieb Möhlin) und Sandro Stäuble aus Gansingen (Lehrbetrieb Forstbetrieb Gansingen).

Fundament für Weiterentwicklung
Mit dem Lehrabschluss sei die Ausbildung nicht abgeschlossen, gab Berufskundelehrer Richard Plüss zu bedenken. Der Lehrabschluss sei das Fundament für die Weiterentwicklung. „Macht weiter so“, forderte er die jungen Berufsleute auf und dankte ihnen für die gute Zusammenarbeit. Die Forstwarte ihrerseits revanchierten sich bei ihrem Lehrer mit einer Motorsäge. Aus Holz gesägt natürlich.

Aargauischer Försterverband

Aktuelle Nachrichten