Leserbeitrag
MEDEWO zu Besuch bei der Stiftung Solvita

Franziska Käppeli
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MEDEWO_Sozialtag_Solvita_Bild_2.jpg Im Apfelbaum-Labyrinth haben beide Seiten viel Spass: Heinz (li.) von der Medewo wie auch Stiftungsbewohner Florian.

MEDEWO_Sozialtag_Solvita_Bild_2.jpg Im Apfelbaum-Labyrinth haben beide Seiten viel Spass: Heinz (li.) von der Medewo wie auch Stiftungsbewohner Florian.

Vom Regen in den Sonnenschein

Mit einem sonnigen Lächeln begrüsst Carmen Zehnder die Mitarbeiter des Verpackungsspezialisten MEDEWO. Das Unternehmen aus dem Aargau besucht die Stiftung Solvita, um gemeinsam mit einer Gruppe von Bewohnern einen erlebnisreichen und horizonterweiterden Tag zu verbringen.

Frau Zehnder ist Bereichsleiterin für den Bereich Arbeit der Stiftung Solvita. Die Stiftung gibt Menschen mit geistiger und psychischer Beeinträchtigung die Möglichkeit zu arbeiten und sich weiterzubilden. Darüber hinaus wohnen viele der Betreuten direkt in der Stiftung. Im Mittelpunkt der Philosophie von Solvita steht das Ziel, Menschen ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Arbeit. Bei Solvita gibt es zum Glück viel zu tun. Vom Hausdienst, der für die Sauberkeit in den Gebäuden zuständig ist, über die interne Grossküche bis hin zu den Werkstätten bietet Solvita ein breites Angebot. Frau Zehnder dazu: „Die Arbeit gibt Selbstwertgefühl und die Sicherheit, etwas Sinnvolles getan zu haben. Alle Mitarbeiter bekommen einen Lohn, über den sie frei verfügen können.“

Die Stiftung sucht aktiv den Austausch mit anderen Bereichen der Gesellschaft und hat deswegen positiv auf das Angebot von MEDEWO zu einem gemeinsamen Ausflug reagiert. Die Verpackungsspezialisten trifft nach einem Rundgang durch die Solvita auf eine Gruppe von Betreuten der Solvita. Das Eis schmilzt schnell beim ersten Kennenlernen von Alexa, Claudia, Sanjie, Leoni, Ren, Florian und Christoph, die im Hausdienst von Solvita arbeiten. Gemeinsam geht es im Bus zur Jucker Farm, einem Erlebnishof in der Nähe des Greifensees im Kanton Zürich und schon während der Fahrt entwickeln sich angeregte Gespräche.

Bei der Ankunft beginnt es leicht zu regnen. Die Stimmung der Gruppe lässt sich davon allerdings nicht trüben. Erste Attraktion nach der Ankunft sind die aufwändig gestalteten Kürbisskulpturen. Absolutes Highlight des Besuchs auf der Jucker Farm ist aber das Apfelbaum-Labyrinth, in dem alle viel Wissenswertes über Insekten und Schädlinge lernen. Beim feinen Essen im hofeigenen Restaurant erfahren beide Seiten dann mehr voneinander. Wie etwa, dass Rens Eltern aus China stammen, Christoph sich für das Schweizer Eisenbahnnetz interessiert, oder Florian eine neue Freundin hat.

Nach dem Mittagessen geht die Reise weiter nach Rapperswil am Zürichsee. Bei einem Stadtrundgang durch die wunderschöne Altstadt werden Enten und Schwäne gefüttert. In den ehemaligen Wehranlagen entdeckt die Gruppe sogar Hirsche und Rehe. Anschliessend steht eine Seerundfahrt auf dem Zürichsee auf dem Programm. Endlich zeigt sich nun, ganz passend zum Namen der Stiftung (Sol=Sonne, Vita=Leben) auch die Sonne. Den restlichen Nachmittag über kann sich die Gruppe über strahlend blauen Himmel und Sonnenschein freuen. Entsprechend sonnig ist auch die Stimmung und es wird fröhlich weitergeplaudert. So erzählt Alexa, als leidenschaftliche Kinogängerin, von ihren aktuellen Lieblingsfilmen – ein Thema, bei dem alle gerne mitreden und von ihren Favoriten berichten.

Während des Ausflugs hat sich gezeigt, dass alle Teilnehmer viel gemeinsam haben. Spätestens auf dem Heimweg ist aus den beiden Gruppen längst eine geworden. Der ereignisreiche Tag war für alle eine sehr positive Erfahrung, die neue Einsichten und Perspektiven eröffnet hat. Und auch wenn alle auf der Heimfahrt schon etwas müde sind, ist man sich doch einig: Es war ein Tag, der allen noch lange in Erinnerung bleiben wird und der gezeigt hat, dass es mehr gibt, das uns verbindet als uns trennt.