Leserbeitrag
Männerriege Buchs im Züri-Oberland

Fabienne Schmid
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Hochsommerliches Wetter begleitete die 16 Buchser Männerturner zu ihrem Sportweekend ins unbekannte Züri-Oberland. In Pfäffikon hiess es – Wandertenue erstellen und ab um den Pfäffikersee. Der Wanderweg führte uns durch ein intaktes Naturparadies mit Pflanzen und Tieren. Nach einer Stunde lockte dann der See mit der Wassertemperatur von 24°C. Ein Bad am Morgen verteibt bekanntlich Kummer und Sorgen. Wohlgelaunt gings in die zweite Etappe, wo hystorische Festungsmauern die Natur etwas ablösten. Nach der Mittagsrast in Pfäffikon wurde das Thema etwas technischer - wir besuchten das FBW-Museum in Wetzikon. In eindrücklicher Weise erklärte uns Hr. Meier, wie die Entwicklung der Nutzfahrzeugbaus in der Schweiz vor sich ging. Nebst Originalfahrzeugen jeder Art waren wir erstaunt über das noch vorhandene Ersatzteillager dieser Fahrzeuge, die Kunden stammen aus der ganzen Schweiz. Die Temperaturen stiegen gegen 30°C, und tat es wohl, die Fahrt nach Sternenberg anzutreten. In der bekannten Käserei waren wir von Kamerad Ernst eingeladen, bei einem Schluck Weisswein alle in diesem Betrieb hergestellten Produkte zu kosten. Dieser Apero bot auch eine wunderschöne Rundsicht über die Hügel des Oberlandes – bis hin in den Schwarzwald. Im Gasthof Sternen – hier wurde der Film Sternenberg mit Matthias Gnädinger gedreht- genossen wir das Nachtessen und etwas später die Ruhe und die saubere Luft dieser Umgebung. Der Sonntagmorgen zeigte das gleiche Wetter wie am Vortag. Nach dem Frühstück und der obligaten Gruppenfoto wurde das richtige Tenue angezogen, die Velo’s bereitgestellt und schon bald hiess es – Abfahrt ins Tal nach Bauma. Am Bahnhof Bauma- einem Eldorado für Dampfbahnfreunde- bestiegen wir den Dampfzug Richtung Hinwil. In Neuthal verliessen wir dann den Zug und erwarteten die Führung durch den Industriekomplex Neuthal. Der Erbauer, Adolf Guyer-Zeller, baute hier in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts einen mit Wasserkraft angetriebenen Spinnereibetrieb. Die Originalmaschinen von Fa. Rieter Winterthur aus der Zeit von 1876 – 1960 konnten allesamt in ihrer Funktion bestaunt werden – ein tolles Zeugnis schweizerischer Ingenieurskunst. Später baute Guyer-Zeller die Bahn von Bauma nach Hinwil ,sowie die legendäre Bahn aufs Jungfraujoch. Nach der Rückfahrt mit der Dampfbahn nach Bauma waren wieder Muskeln gefragt. Der wunderschöne Radweg von Bauma nach Sennhof führte uns der Töss entlang, was uns einen kühlenden Wind bescherte. Immer wieder trafen wir auf Zeugen der Wasserkraft, verbunden mit Textilfabriken. So auch auf die erste Druckleitung, welche Fa. Sulzer Winterthur im Jahre 1879 erbaute, oder Holzstege über die Töss, welche nach Hochwasser wieder hochgezogen werden konnten. In Turbenthal war Mittagsrast angesagt, was alle zu einem erfrischenden Bad in der Töss einlud. Die letzte Etappe nach Sennhof wurde dann bald erreicht, und die Fahrräder konnten wieder in den Anhänger verladen werden. Unser Turnkamerad Sergio, welcher uns sicher durch das Züri-Oberland chauffierte, führte uns zum Abschluss nach Kyburg. Mit einer kurzen Besichtigung des Schlosses und einem kühlen Abschlusstrunk konnte das Sportweekend 2012 abgeschlossen werden.

Gustav Ballmer, Buchs