Leserbeitrag
Lourdespilgerverein Fricktal

Stefan Treier
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Lourdespilgerverein Fricktal begeht 51. Generalversammlung

LPV/ST Ein grosse Zahl von Mitgliedern ist am 25. Januar 2015 der Einladung des Lour-despilgervereins Fricktal gefolgt und hat an der 51. Generalversammlung in Eiken teilge-nommen. Vorgängig der von Präsident Mathias Schreiber geleiteten Versammlung besuchten die Lourdes-Pilger in der Pfarrkirche die hl. Messe. Hauptzelebrant war Präses Fabian Schneider, als Konzelebranten wirkten Dekan Alexander Pasalidi, Wegenstetten, und Kaplan Stefan Wolo Itu, Eiken, mit. Mit dem grossen Lourdeslied „Die Glocken verkünden“ wurde für viele Fricktaler kräftig die Vorfreude zur Lourdes-Wallfahrt 2015 eingeläutet. Gast bei den Fricktaler Verehrern der Madonna von Lourdes war der einheimische Historiker Dr. Linus Hüsser, Ueken, welcher in einem lebendigen Vortrag das von ihm und dem Aargauer Mitautor Andreas C. Müller geschaffene literarische Werk „Kapellen im Aargau“ vorstellte.

Nebst der Ehrung verstorbener Mitglieder konnten mit Freuden acht neue Mitglieder in den aktiven Verein aufgenommen werden. Die ordentlichen Vereinsgeschäfte wurden speditiv abgewickelt. Der Vorstand freute sich, den aufmerksamen Zuhörern vom Erhalt eines grösseren Legates von einer verstorbenen Lourdes-Pilgerin berichten zu können. Das Geld wird für die Förderung der Wallfahrten nach Lourdes, besonders für kranke, behinderte und wenig begüterte Pilger eingesetzt. Schwerpunkte des Jahresrückblicks waren die Lourdes-Pilgerfahrt 2014 sowie die Sommerwallfahrt, welche zusammen mit der Pfarrei Wegenstetten-Hellikon zur Wallfahrtskirche des hl. Antonius von Padua nach Egg am Zürcher Pfannenstiel führte.

Neue Führung der Schweizer Diözesan-Lourdespilgerfahrten

Nachdem während langer Zeit die Abtei St. Otmarsberg, Uznach, mit viel Geschick die offiziellen Lourdes-Pilgerfahrten der Diözesen Basel, Chur und St. Gallen organisierte, gibt es nun einen Wechsel, wobei die Verwaltung in Uznach bleibt. Pilgerleitung und Pilgerbüro werden neu von Paul Metzger, Hittnau, geführt. Er übte im Rahmen der traditionellen Lourdes-Wallfahrten schon verschiedene Funktionen aus und gilt als versierter Lourdes-Kenner. Er beehrte die Fricktaler mit seinem Besuch und aktuellen Informationen zur Lourdes-Wallfahrt 2015, welche für die Zeit vom 24./30. April dieses Jahres geplant ist. Zum Bedauern vieler Gläubigen können erstmals keine Nachtzüge mehr angeboten werden. Die französischen Bahnen haben die in die Jahre gekommenen, bekannten Sanitätswagen aus dem Verkehr gezogen und bieten keine gleichwertige Ersatzlösung an. Es verkehrt allerdings wieder ein Tageszug ab Chur. Die Reiseangebote per Flugzeug und Cars werden dafür ausgebaut.

Historisches Werk über die Aargauer Kapellen zum Kirchenjubiläum

Im zweiten Teil der Versammlung stellte der Fricktaler Historiker Linus Hüsser das imposante literarische Werk „Kapellen im Aargau“ vor, welches die Kath. Landeskirche Aargau zum 125 Jahr-Jubiläum herausgegeben hat. In Zusammenarbeit mit Andreas C. Müller entstand ein vielseitiger Geschichtsband. Im Aargau gibt es rund 140 Kleinode, wobei sich im Freiamt soviele befinden wie im restlichen katholischen Aargau, dem Fricktal sowie der Region Baden/Zurzibiet, zusammen. Linus Hüsser verstand es, den Fricktaler Lourdes-Pilgern einige geschichtsträchtige Kapellen in ihrer engeren Heimat näher zu bringen. So konnten sie erfahren, dass die älteste Darstellung des heiligen Fridolin im Aargau in der Kapelle Leidikon-Sulz zu finden ist. In Etzgen findet sich mit der Bruder Klausen-Kapelle das dankbare Zeichen eines Gelübdes, das der damalige Pfarrer von Mettau am 31. Dezember 1939 abgegeben hat. Nachdem die Schweiz vor dem zweiten Weltkrieg verschont blieb, wurde zu Ehren des Landesheiligen dieses Gotteshaus gebaut. In Kaiseraugst findet sich eine der ältesten römischen Kapellen im Aargau. Die Herznacher Schlosskapelle datiert aus der Zeit vor Vollendung des ersten Milleniums. Linus Hüsser verstand es, auf eindrückliche Weise starke ge-schichtliche Hintergründe aufzuzeichnen, welche der Versammlungsteilnehmerschaft grosse Aufmerksamkeit zu entlocken vermochten.

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