Leserbeitrag
Liederkranz bot Konzerte mit Strahlkraft

Marcel Siegrist
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Der Männerchor Liederkranz, Wettingen, zeigte sich in Bestform und hat unter der Leitung von Jonas Herzog an zwei Konzerten die hohen Erwartungen des Publikums erfüllt.

Aus Anlass des Jubiläums „175 Jahre Schweizerpsalm“ brachte der Männerchor Liederkranz, Wettingen, im Kloster Wettingen und in der Kirche St. Sebastian die Messe mit dem Schweizerpsalm von Pater Alberik Zwyssig zur Aufführung. Der unter der Leitung von Jonas Herzog, Fislisbach, stehende Chor wurde nebst einem Instrumentalensemble an den Tasteninstrumenten durch den virtuos spielenden Stefan Müller begleitet. Gross waren die Erwartungen des Publikums als sich die Sänger um Marie und Elmer Damian, Geige, WU di, Bratsche und Anna Heusler, Cello, gruppierten. Mit Werken wie „Sancta Maria“ von Johannes Schweitzer, dem „Ave Verum“, von W.A. Mozart und der „Landerkennung“ von Daniel Grieg vermochten Chor und Instrumentalisten im ersten Konzertteil durch Harmonie und Präzession zu überzeugen.

Transparente Vitalität

Gespannt war man auf den Höhepunkt des Konzertes, die Messe von Pater Alberik Zwyssig aus dem von ihm vor 175 Jahren komponierten Schweizerpsalm, der seine Wurzeln in Wettingen hat. Der Chor verlieh der eingängigen Melodik unter Einbezug der Instrumentalisten eine dynamische Kontur und bettete den Schweizerpsalm ins Zentrum der Messe. Das anspruchsvolle Konzert offenbarte die Leistungsbereitschaft eines Chores, der durch unermüdlichen Einsatz, Enthusiasmus und konsequentem Stimmtraining zu einem für Laiensänger höchst beachtlichem musikalischen wie stimmlichen Hörgenuss führte. Es war ein bewegender Moment, als das Publikum zum Schluss die Einladung zum Mitsingen annahm und der Schweizerpsalm durch alle gesungen, Kloster und Kirche erfüllte.

Begeistertes Publikum

Die durch die rund 30 Sänger vorgetragenen Werke verschiedener Zeitepochen und Stilrichtungen zeugten von einer äusserst sorgfältigen Vorbereitung durch den Dirigenten Jonas Herzog. Wesentlich zum Erfolg beigetragen haben aber auch die Instrumentalisten. Als Glanzlichtes dürfen auch Stefan Müller am Harmonium sowie die Chorsolisten Reto Thöny und Josef Schmid mit ihren ausdruckstarken Stimmen bezeichnet werden. Es war unschwer, herauszuspüren, dass sich auch die Sänger an ihrem Gesang und an den Leistungen erfreuten. Das Publikum bedankte sich mit Standing Ovations und kaum endend wollendem Applaus bei allen Mitwirkenden.

PETER GRAF

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