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Jubiläumstour am Obersee

Erwin Gretener
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Hurden auf dem Seedamm bei Rapperswil war Ausgangspunkt zur Monatswanderung im April. Unklar ist, ob die gute Wetterprognose oder die Ankündigung einer eher leichten Tour dazu führte, dass sich nicht weniger als 70 Teilnehmer zur 50. Monatstour der Wandergruppe Spreitenbach einfanden. Vorerst führte der Weg über den im Jahre 2001 als Ersatz für die bereits im Mittelalter bestehende Holzbrücke erbauten Steg nach Rapperswil. Von dort ging es auf dem Strandweg weiter. Ausgedehnte Schilfgebiete, die Kirche St. Martin in Busskirch, das Kloster Wurmsbach, in welchem heute nebst einer Abtei auch ein Mädcheninternat untergebracht ist, säumten den Weg. Auf einer idyllischen Anhöhe auf dem Hof in Ober-Bollingen wurde eine Rast eingeschaltet und das Mittagessen eingenommen. Am Nachmittag führte die Route über Schmerikon in die Linthebene. Anfangs des 19. Jahrhunderts wurde hier unter der Leitung von Conrad Escher das einstige Sumpfgebiet trocken gelegt, die Linth kanalisiert und dadurch wertvolles Kulturland gewonnen. Die damals in mühsamer Handarbeit erstellten Dämme und Kanäle sind bis heute erhalten. Ein letzter Halt wurde beim Schloss Grynau eingeschaltet. Hier führte einst die einzige Strasse durch das Sumpfgebiet. Bei der Burg fand im Mittelalter auch eine Schlacht statt und es wurde Brückenzoll erhoben. Die strategische Bedeutung des Ortes bis in die Neuzeit zeigt sich auch darin, dass dort im 2. Weltkrieg ein Festungswerk mit zahlreichen Bunkern gebaut wurde. Zum Abschluss führte der Weg durch das Burgerriet und nach gut vier Stunden Wanderzeit wurde der Bahnhof Uznach erreicht. (ka)