Leserbeitrag
GV des Feuerwehrvereins Bünzen

Marcel Siegrist
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Zur Generalversammlung des Feuerwehrvereins am 21. März 2014 durfte Präsident Hans Vogler 15 von 20 Aktivmitgliedern und zwei Gäste begrüssen. Als Gäste anwesend waren von der Gemeindebehörde Gemeinderat Marcel Egg und als zukünftiges Neumitglied Monika Wiederkehr.

Die GV des Feuerwehrvereins fand traditionsgemäss in Gasthof Hirschen in Bünzen statt. Vor dem geschäftlichen Teil kamen die Anwesenden in den Genuss eines feinen Nachtessen, danach eröffnete der Präsident die 8. Generalversammlung.

Trotz einer reich gefüllten Traktandenliste ging der offizielle Teil speditiv über die Bühne.

Das sauber abgefasste Protokoll von Aktuar Martin Ulmer wurde schriftlich zugestellt und an der Versammlung dankend und einstimmig genehmigt.

Kassier Hans Vogler erläuterte kurz die Jahresrechnung, welche mit einem kleinen Einnahmeüberschuss abschloss. Von den Revisoren Michael Meier und Claudio Strebel wurde die Rechnung geprüft und der Versammlung zur Genehmigung vorgelegt, welche auch einstimmig genehmigt wurde.

Der Jahresbericht des Präsi lud zu einem kleinen Rückblick auf die verschiedenen Anlässe ein und wurde mit Applaus genehmigt.

Das Jahresprogramm 2014 ist abwechslungsreich zusammengestellt worden.

Dieses Jahr standen Gesamterneuerungswahlen an. Hans Vogler, Rolf Wiederkehr, Martin Ulmer und Andreas Rohr wurden durch den Tagespräsidenten Heinz Brunner zur Wiederwahl empfohlen und mit Applaus bestätigt. Präsident bleibt weiterhin Hans Vogler.

Nachdem der Vorstand letztes Jahr nur mit vier Vorstandsmitgliedern besetzt war, konnte der Vorstand in diesem Jahr mit André Lörtscher aufgestockt werden.

Die beiden Rechnungsrevisoren, Michael Meier und Claudio Strebel wurden ebenfalls wiedergewählt.

Das Traktandum Mutationen sorgte für eine erfreuliche Kehrtwende bei den Mitgliedern.

Erstmals seit bestehen des Feuerwehrvereins konnte eine Frau, welche allerdings nie Feuerwehrdienst geleistet hat, aber mit dem Feuerwehrverein gleichgesinnt ist gewonnen werden.

Monika Wiederkehr stellte sich gleich selber vor und wurde mit grossem Applaus in den Feuerwehrverein aufgenommen.

Im Jahr 2016 kann der Verein auf 10 Jahre Vereinsbestehen zurückblicken. Dies ist sicher Grund genug im Jubiläumsjahr ein Fest durchzuführen.

Der Vorstand hat im Sinn, hier in Bünzen im Jubiläumsjahr, den 19. schweizerischen Handdruckspritzwettbewerb durchzuführen. In den letzten drei Jahren wurden die Meisterschaften in Oberägeri, Wohlen, Huttwil durchgeführt.

Hans Vogler informierte über diesen Anlass und gab auch ein paar Kennzahlen ab. An der Versammlung wurde über die Durchführung des schweizerischen Handdruckspritzenwettbewerbs diskutiert und abgestimmt. Die Herausforderung wurde vom Verein mehrheitlich angenommen. Der Vorstand wird die weiteren Schritte in den Weg leiten.

Einer der Höhepunkte an dieser Versammlung war sicher das Traktandum „Bünzer Handdruckspritze“ . Der Feuerwehrverein übernimmt die Handdruckspritze mit Jahrgang 1822 von der Gemeinde Bünzen. Das Traktandum erläuterte der Vize-Präsident Rolf Wiederkehr und macht eine kleine Zeitreise über die Handdruckspritze.

Am 17. Dezember 1822 erwarb die Gemeinde Bünzen ihre erste Feuerwehrspritze für die Feuerwehr, welche in Besenbüren von Georg Huber, Schmid und Schlossermeister, gebaut wurde. Sie hatte damals 68 Luidor oder 1088 Franken gekostet.

Einige Jahre später wurde sie ersetzt. Welchen Weg sie von da aus nahm und wie sie nach Interlaken kam, ist (noch) nicht bekannt. Vor Jahrzehnten entdeckte sie der schon länger nach Matten bei Interlaken ausgewanderte Bünzener Bürger Eduard Kuhn-Wyss in einer Schlosserei. Für ihn war klar, diese gehört nach Bünzen zurück. Was für ein grosser Zufall!! Im Jahr 1990 wurde sie im Anschluss an die Hauptübung der Feuerwehr Bünzen von Eduard Kuhn an die Gemeinde Bünzen überreicht. „Die Waldhäuserer haben noch eine alte Spritze, und nun haben wir Bünzer auch wieder eine,“ so die Worte des damaligen ehemaligen Feuerwehrkommandanten.

Der Feuerwehrverein Bünzen wird nun dieses Schmuckstücklein auf Vordermann bringen und dafür sorgen, dass sie einen schönen Platz bekommen wird und uns Bünzer / Waldhäuserer als Kulturgut erhalten bleibt.

Dem Antrag vom Vorstand, die Handdruckspritze von der Gemeinde Bünzen zu übernehmen wurde von der Versammlung einstimmig zugestimmt.

Rolf Wiederkehr