Leserbeitrag
Grosses Interesse an wegweisender Schulreform

Auf der Strasse für das Bildungskleeblatt

Merken
Drucken
Teilen

Wie schon vergangenes Wochenende gingen die Befürworterinnen und Befürworter des Bildungskleeblattes in Aarau, Baden, Bremgarten, Lenzburg, Nussbaumen und Wohlen wiederum auf die Strasse, um das Gespräch mit der Bevölkerung zu suchen und diese über die schweizweit wegweisende Schulreform zu informieren.

Nachdem diese Woche die SVP die Briefkästen der Aargauer Bevölkerung mit ihrer undifferenzierten 12-seitgen Broschüre gegen das Bildungskleeblatt bedient hatte, wollten sich viele Leute nochmals genau über den Inhalt der vier Bildungsvorlagen informieren lassen. Mit den Tagesstrukturen erhalten die Kinder neben dem Mittagstisch mit gesundem Essen auch Aufgabenhilfe und weitere sinnvolle Förderangebote wie Sprachförderung oder erweiterte Schulsportangebote, welche die Bewegung fördern. Mit dem Sozialindex gibt es in sozial und wirtschaftlich belasteten Gemeinden bis zu 40% mehr Lektionen für die Schulen, was den Kindern direkt zugute kommt. Keine Schule bekommt weniger Lektionen, aber viele mehr.
Gross war das Interesse am Film «spielen - entdecken - lernen», der an den Ständen kostenlos abgegeben wurde. Diese DVD, die bei info@prokleeblatt.ch bezogen werden kann, dokumentiert auf beeindruckende Weise die Erfahrungen, die in den Schulklassen der Grund- und Basisstufe gemacht wurden. Wer ihn gesehen hat staunt, wie die Eingangsstufe die Stärken und Vorteile des Kindergartens mit den ersten Primarklassen vereinigt und die Startchancen der Kinder verbessert.
Was viele nicht wissen: Wird die Eingangsstufe und die neue dreigliedrige Oberstufe mit Niveaukursen abgelehnt, so vergibt sich der Aargau nicht nur den pädagogischen Mehrwert, sondern er behält auch sein schweizweit exotisches Schulsystem mit 5-jähriger Primar- und 4-jähriger Oberstufe, was dem vom Schweizer Stimmvolk 2006 mit 86% angenommenen Bildungsrahmenartikel in der Verfassung widerspricht. Die vier Kleeblätter sind sorgfältig aufeinander abgestimmt. Deshalb empfehlen Regierung und Grosser Rat eine Zustimmung zu allen 4 Vorlagen und zur Verfassungsänderung, also 5x JA.