Leserbeitrag
Geplante Fusion der Spitex Langendorf-Oberdorf mit Solothurn

Merken
Drucken
Teilen

Da das Ziel der Spitex schon immer die Optimierung ihrer Leistungen war, wurde schon vor einiger Zeit der Plan für eine Fusionierung ins Leben gerufen.

Betroffen sind die Gemeinden Langendorf, Oberdorf, Solothurn, Hubersdorf, Riedholz und Flumenthal. Jetzt steht die Verwirklichung dieses Plans kurz bevor.

Die Spitex-Organisation leistet individuelle Hilfe und Pflege zu Hause für die durch eine Krankheit eingeschränkten Personen, sowie andere hilfsbedürftigen Menschen. Sie ermöglicht ein Leben in vertrauter Umgebung und unterstützt und entlastet die Angehörigen.

Die Beteiligten der Fusion sind voller Hoffnung, dass die gesetzten Ziele wie geplant erreicht werden können und das Ergebnis zu einer grösseren Zufriedenheit aller Angestellten führen wird.

Eines dieser Ziele besteht darin, die ausgeprägten Arbeitsschwankungen aufzufangen. Dadurch, dass die Mitarbeiterinnen im Aussendienst der Spitex einen ziemlich unberechenbaren Tagesablauf haben, kann man nie genau wissen, wo, wann und wie viele Personen es am Tag benötigt. Die Pflegepersonen müssen flexibel sein und auf Abruf einspringen können.

Diese Arbeit wird häufig unterschätzt; keiner realisiert wirklich, wie viel Arbeit hinter all dem steckt. Um so wichtiger sollte es für uns sein, wertzuschätzen, welch wichtige Arbeit die Spitex-Mitarbeiterinnen erledigen. Wir alle sind betroffen oder werden wahrscheinlich zumindest in der Zukunft froh um Ihre Hilfe sein.

Nicht nur die Einsätze sind aufwendig und anstrengend, sondern auch die Administration und die Planung überhaupt einen gerechten und geregelten Dienstplan zu erstellen, stellt eine Herausforderung dar.

Durch die höhere Anzahl der Mitarbeiter wird es in der Zukunft möglich sein, sich untereinander abzusprechen, wo eine zusätzliche Hilfe benötigt wird und wo die eine oder andere Mitarbeiterin überflüssig ist, weil beispielsweise ein regelmässiger Pflegedienst ausgefallen ist.

Dass dies überhaupt ermöglicht werden kann, basiert vor Allem auf einer Umstrukturierung der Software auf den Handys der Mitarbeiterinnen, die sie jeweils auf ihren Dienstgang mitnehmen. Die beiden Organisationen Spitex Langendorf-Oberdorf und Spitex Solothurn arbeiten deshalb seit zwei Jahren mit derselben Software, wodurch heute keine Konflikte entstehen können.

Ein weiterer, sehr spannender, Profit ist die Entwicklung der Attraktivität eine Ausbildung bei der Spitex zu absolvieren. Durch die gestiegene Anzahl der Mitarbeiter und somit auch Berufsbildnern wird es möglich sein, den Lernenden einen spannenderen Ausbildungsgang zu ermöglichen. So ist es den Lehrlingen nicht nur möglich in der Pflege Einblick zu erlangen, sondern sie werden sich auch in der Administration ein Bild machen können.

Bald ist es soweit, und der letzte Meilenstein kann bewältigt werden. Nachdem die Gemeinden der Spitex ihr Okay gegeben und Ihre Unterstützung zugesichert haben, müssen nun nur noch alle Vereinsmitglieder ihr Einverständnis erklären. Danach können die Umstrukturierungen beginnen und ein entspannteres Arbeitsklima kann geschaffen werden.