Leserbeitrag
Generalversammlung Verein ehemaliger Bezirksschüler, Seengen

Rund 150 Ehemalige nahmen teil

Marcel Siegrist
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Die ehemaligen Bezirksschüler/Innen von Seengen haben sich am Samstag, 29. Mai in der Aula des Schulhauses Seengen zur Generalversammlung getroffen. Die rund 150 anwesenden Ehemaligen aus allen Altersklassen wurden mit einem musikalischen Auftakt begrüsst, diesmal unter der Leitung von Sebastian Felix, Musiklehrer in Seengen. Die Schüler/Innen der 1. Klasse durften 3 moderne Songs zum Besten geben, was im Publikum grossen Anklang fand.
Präsidentin Barbara Jordi hat das Thema „die heutige Jugend" zum Anlass für ihre Rede genommen. Die Jugend ist im Wandel, das spüren wir jeden Tag. Das Zitat von Charly Chaplin „die Jugend wäre eine noch viel schönere Zeit, wenn sie etwas später im Leben käme" hat sich wie ein roter Faden durch ihre Überlegungen gezogen. Die heutige Jugend sei frech, wisse sich nicht zu benehmen, zeige keinerlei Verantwortung für ihr Tun und Lassen - die Medien berichten jeden Tag über negative Vorfälle.
Und doch gehen viele Jugendlich unbeirrt ihren Weg, verfolgen ehrgeizig die gesteckten Ziele, lernen, arbeiten und geniessen die Freizeit, ohne negativ aufzufallen.
Doch woran sind die jungen Menschen gescheitert, die vom Weg abgekommen sind? Die weder eine Lehrstelle noch eine Arbeit gefunden haben? die sich nicht mehr zurechtfinden, kein soziales Umfeld haben? Die Phase der Loslösung in der Pubertäts-Zeit bringt für alle Beteiligten - für Eltern und Kinder - grosse Herausforderungen mit sich. Es gibt Uneinigkeiten, die zur Überforderung führen können, es werden keine Grenzen mehr gesetzt, oder keine Grenzen mehr eingehalten. Daraus resultiert eine Orientierungslosigkeit, die Leitplanken fehlen, Frust gesellt sich dazu - und irgendwann hängt man ganz ab. Im schlimmsten Fall landet man auf der Gosse, beim Sozialdienst, im Heim, oder wird kriminell. Barbara Jordi kennt dieses Problem aus eigener Erfahrung: sie arbeitet bei der Stiftung Speranza in Aarau. Die Stiftung ist im Bereich „soziale und berufliche Integration von Jugendlichen" tätig. Die Arbeit mit diesen Jugendlichen verlangt vollen Einsatz, Empathie, Geduld und eine klare Linie. Damit es nicht so weit kommt, müssen wir alle Verantwortung übernehmen, die Erziehung unserer Kinder wahrnehmen, und nicht deren „Freunde" sein, auch wenn dies oft viel angenehmer wäre...
Charly Chaplin sieht das auch so: die Jugend bringt zwar die langersehnte Freiheit, die Volljährigkeit, verlangt aber im Gegenzug Eigenverantwortung, Sozialkompetenz, Verbindlichkeit, Einsatz! Und nur wer diese Tugenden mit sich bringt, kann mit der gewonnenen Freiheit sinnvoll umgehen und erfolgreich in die Berufswelt einsteigen.
Die website www.vebs-seengen.ch wurde neu mit Fotos der Abschlussklassen der Bezirksschule Seengen ergänzt. Die alten Fotos haben manch einen zum Schmunzeln gebracht! Wer im Besitze eines Klassen-Fotos aus der Bezirksschulzeit ist, wird gebeten, dies dem Verein zur Verfügung zu stellen, damit die Sammlung möglichst vollzählig gestaltet werden kann. Die Adressen und Ansprechpersonen sind alle auf der website ersichtlich. Anliegen und Anfragen sind jederzeit willkommen! In Zukunft werden auch Vakanzen im Vorstand über die website kommuniziert.
Nicht nur die Jugend ist im Wandel, auch unsere Mehrzweckhalle in Seengen ist im Wandel: Peter Späti hat als Projektleiter über den Umbau (oder eher Neubau?) der Mehrzweckhalle berichtet. Das interessante Projekt mit einer Neuausrichtung der Bühne und weiteren zweckmässigen Änderungen sollte im Herbst 2012 realisiert sein.
Ulrich Fischer hat als Tagespräsident die Wahlen des gesamten Vorstandes und 2 Neuwahlen vorgenommen:
Mutationen: Anne-Käthy Hanke-Urech löst Catherine Schmid im Vorstand ab, Christina Baumann übernimmt das Amt der Revisorin von Yvonne Weber.
Wiederum hat das Kurhotel Eichberg den kulinarischen Teil übernommen und die Anwesenden mit einem köstlichen Nachtessen verwöhnt. Die Bar wurde vom Jahrgang 1982 organisiert: eine eingespielte Crew hat coole Drinks zu heisser Musik serviert! (bjo)