Leserbeitrag
Fünfliber-Club bei der Kantonspolizei

Marcel Siegrist
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Der legendäre Aarauer Fünfliber-Club traf sich für einmal im kantonalen Polizeikommando in der Telli. Nicht etwa aus strafrechtlichen Gründen zum Verhör oder für einen DNA-Test, sondern auf Einladung von Clubmitglied Max Suter, der als Kantonspolizist zusammen mit seinem Kollegen Jürg Fröhlich seinen Arbeitsplatz vorstellte. Zügig ging es von der Einsatzzentrale, die alle Hände voll zu tun hatte, über die Kriminaltechnik bis zum Schiesskeller. Abschliessend konnte sich die Schar im Kriminalmuseum an berühmte Kapitalverbrechen im Aargau erinnern und natürlich auch falsche Fünfliber besichtigen.

Nachdem alle das Polizeigebäude unbehelligt und unversehrt wieder verlassen hatten, versammelten sich die 30 Mitglieder in der Zunftstube im Restaurant Mürset zum ordentlichen Jahresbott. Statt dem rekonvaleszenten Obmann Rainer Till Hoffmann führte Sekretär Jürg Ziegler eloquent durch den Abend, der vor allem die Aufnahme von zwei neuen Mitgliedern im Mittelpunkt hatte. Nach harter Diskussion und emotionalen Voten begrüssten die Clübler mit Applaus Hans „Hausi“ Schneider, den Seniorchef des Gasthofs zum Schützen, und Roland Vock, den Unternehmer aus der Holzbranche, im fröhlichen Kreis. „Die Hürden sind hoch, doch wer dabei ist, darf stolz sein“, brachte Marcel Suter die Neuaufnahme auf den Punkt. Nach einer Wahlempfehlung von Nick Nickelsen für Clubmitglied Margrit Stüssi, die im nächsten Herbst auf der Nationalratsliste der FDP steht, frönte der weitherum berüchtigte Aarauer Fünfliber-Club einmal mehr bis weit in die Nacht hinein dem Wahlspruch „Freiheit in Gemütlichkeit“.

Hermann Rauber