Leserbeitrag
Feuerwehrübung im WBZ:

Fabienne Schmid
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Reinach, 10. September 2012 - Ein verrauchter Westtrakt, Feuerwehr, Polizei und Sanität soweit das Auge reicht. Am vergangenen Samstag, 8. September 2012, hiess es im Wohn- und Bürozentrum für Körperbehinderte (WBZ) in Reinach Alarmieren, Retten und Löschen. Die Hauptübung der Stützpunkt-Feuerwehr Reinach fand im und ums WBZ statt und zog viel Publikum an.

Gefackelt wurde nicht lange. Als Punkt 13.45 Uhr das fiktive Feuer ausbrach, wurde der lange Arm des Hubretters (Skylift) der Feuerwehr ausgefahren und eigens für den Rettungszweck entwickelte Matratzen kamen zum Einsatz. Innert einer Stunde und 45 Minuten räumte die Stützpunktfeuerwehr Reinach den zweiten Stock des WBZ-Bau 71 und borg und betreute sieben Menschen mit Behinderung. Michael Meier, Kommandant Stützpunktfeuerwehr Reinach: „Die Feuerwehrübung war erfolgreich, wir konnten bei der Rettung die vorgegebene Zeit einhalten. Die besondere Herausforderung war der Mensch mit Behinderung. Hier galt es Berührungsängste abzubauen. Alles hat sehr gut geklappt.“

Feuerwehrübung für den Ernstfall

Um einen Ernstfall zu üben, muss eine möglichst realitätsnahe Brandsituation simuliert werden. Bei der Übung am vergangenen Samstag im WBZ wurde unter anderem unschädlicher Disconebel als Rauch eingesetzt. Das WBZ bot zudem mehrere Freiwillige Mitarbeitende auf, die sich an der Übung beteiligten, darunter mehrere Menschen mit Behinderung. Besonders wichtig, denn Menschen mit einer Behinderung können sich im Brandfall nur eingeschränkt selber retten. Céline Büchler, Bewohnerin WBZ: „Für mich war es interessant und zugleich sehr wichtig, zu sehen, wie ich mich in einem Ernstfall zu verhalten habe. Ich sitze im Rollstuhl und bin deshalb vor allem während eines Notfalls auf Hilfe angewiesen. Die Übung war für mich sehr wertvoll.“

Die Feuerwehrübung hilft dem WBZ also Geübtes zu zeigen und zu testen. Zugleich ist sie eine Bestätigung. Einmal mehr hat sie gezeigt, dass das WBZ für den Ernstfall gerüstet ist. Ein Verdienst jahrelanger Prävention. Kurt Schmocker, Abteilungsleiter Sicherheit WBZ: „Im WBZ werden alle Mitarbeitenden der Betreuungsteams einmal pro Jahr auf den Ernstfall in internen Kursen vorbereitet. Seit Anfang 2012 wurden bereits sechzehn Schulungen mit fünfzig Teilnehmenden durchgeführt. In Kursen wie diesen werden die Handhabung und Bedienung der Brandmeldeanlagen, der Löscheinrichtungen aber auch das Alarmieren, Retten und Löschen geübt. So sind wir für den Ernstfall optimal vorbereitet.“

Am vergangen Samstag war neben der Stützpunktfeuerwehr Reinach, der Polizei, Sanität und dem Samariterverein auch die Jugendfeuerwehr Reinach im Einsatz.

Zu den Highlights zählte im zweiten Teil der Hauptübung die Strassenrettung. Vor unzähligen Besucherinnen und Besuchern wurden vor dem WBZ Personen aus

Kommunikation WBZ