Leserbeitrag
Ein denkwürdiges "Chilefescht"

Ernst Götti
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Bild: Magnus Schnellmann

Im Zentrum der reformierten Kirchgemeindeversammlung stand die Genehmigung des Budgets, das mit Einnahmen und Ausgaben von rund 1,75 Mio. Franken und bei einem gleich bleibenden Steuerfuss von 18 % mit einem Überschuss von 2500 Franken praktisch ausgeglichen ist. Im Rahmen der Budgetberatung stellte Ruedi Kümin das Projekt Wegbegleitung vor, bei dem es darum geht, Menschen in besonderen Lebenssituation auf einem Teil ihres Lebenswegs zu begleiten. Ernst Rauber, zuständig für das Ressort Bau, zeigte von einer Drohne erstellte eindrückliche Filmaufnahmen und Fotografien über den baulichen Zustand und den Sanierungsbedarf des Kirchturms.

Unter „Verschiedenes“ blickte Barbara Stüssi-Lauterburg auf das Kirchenfest zurück. Das „Wasser zum Läbe“, so das Festmotto, kam zum Glück an diesem Wochenende nicht von oben, wohl aber aus der Reuss, geschöpft, gefiltert und in bunten Bechern von vielen kleinen und grossen Händen den Chilerain hinauf gereicht, bis es vor dem Kirchenportal gekostet werden konnte. Zum Vergleich konnte man Wasser aus den Quellgebieten der Reuss degustieren – vom Entlebuch oder vom Brünig, vom Urserental oder einfach von Birmenstorf. In der Kirche luden Installationen zu Wasser-Geschichten in der Bibel dazu ein, sich mit der Bedeutung des kostbaren Gutes auseinanderzusetzen. Ehe am Abend das schweizerisch-afrikanische Buffet eröffnet wurde und die Vindonissa-Singers zum Konzert luden, war der Nachmittag ausgefüllt mit Spielen für die Jugend, insbesondere aber mit dem bunten und reichhaltigen Bazar und der Kaffeestube der Frauentreffs. Vor allem damit wurde der Spendentopf für ein Hilfsprojekt im Südsudan zur Förderung von sauberem Trinkwasser so reichlich gefüllt, dass insgesamt gut 20‘000 Franken überwiesen werden können. An diesem Wochenende durfte man die reformierte Kirchgemeinde Windisch-Habsburg-Hausen-Mülligen als offene, lebendige und vielfältige Gemeinschaft erleben, was zum Abschluss des Festes mit dem fulminanten Auftritt der Schweizermeister im Salsa-Tanz noch einmal zum Ausdruck kam.