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Brass-Helden unterhalten mit populärer Klassik

Marcel Siegrist
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Im vergangenen Dezember haben sie den kleinen Prix Walo gewonnen. Mit ihrem Konzert in der ausverkauften Aula Unterboden in Nussbaumen zeigten sie eindrücklich warum: Das Blechbläserquintett Philharmonic Brass Zürich - Generell 5 spielten klassische Musik auf unterhaltsame Weise.

Das Programm der fünf jungen Musiker stand unter dem Motto „Brass Helden“. Das Konzert begann bereits mit einem Höhepunkt. Joachim Tanner legte seine Posaune zur Seite und trat als Heldentenor auf. Mit „Brindisi“ aus Giuseppe Verdis „La Traviata“ versetzte er die Konzertbesucher in die Zeit der Romantik.

Die Band verstand es eindrücklich, hochstehende Musik unterhaltsam zu präsentieren. Für den Triumphmarsch aus „Aida“ wurden die Trompeten mit einem Schlauch und einem Trichter umgebaut. Das gesamte Konzert war geprägt von den Soloeinsätzen der Musiker. So spielte etwa Thomas Gmünder das Zigeunerstück „Chassidic Dance“ auf dem Waldhorn. Andi Frei verwandelte sich in die Romanfigur Gandalf und spielte „Dreams“ aus „Lord of the Rings“ auf der Trompete. Lokalmatador Markus Hauenstein aus Endingen verblüffte das Publikum mit „Hejre Kati“, einem ungarischen Geigensolo auf der Tuba.

Im zweiten Programmteil wechselten die Musiker ihre klassischen schwarzen Anzüge und strahlten in Jeans, roten Turnschuhen und Jackett jugendliche Lebensfreude aus. Diese drückten sie nicht nur mit dem A-capella-Song „Don’t Worry, Be Happy“ musikalisch aus.

Die Tour „Brass Helden“ von Philharmonic Brass Zürich – Generell 5 dauert noch bis zum 19. April. Das Highlight in diesem Jahr findet am 5. Juli statt, wenn die Band beim Grand Prix Walo auftreten darf.

Regula Hauenstein