Leserbeitrag
Adventsanlass der Schule und des Kindergartens Oeschgen

Mehr als eine schöne Weihnachtsge­schichte

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Neugierig warteten die El­tern und Verwandten der Kinder sowie weitere Interessierte in der Turnhalle auf die Aufführung von „Mehr als eine schöne Weihnachtsgeschichte". Dann endlich öffnete sich der Vorhang und zwei als Dorffrauen verkleidete Erzäh­lerinnen führten in die Geschichte ein: Herr Lehrer Eggimann führt jedes Jahr das gleiche Weihnachtsspiel mit seiner Klasse im Dorf auf. Trotzdem ist es sehr beliebt. Im Schulzimmer ist die Rollenverteilung in vollem Gange. Un­stimmigkeiten tauchen auf. Roberto will nicht den Gastwirt spielen, der Maria und Josef wegschicken muss. Ver­stimmt geht er nach Hause, wo ihm sein Vater Mut macht zu dieser Rolle. Am nächsten Tag wird mit den Proben be­gonnen: Die Jungs, welche die drei Kö­nige spielen dürfen, fühlen sich anfäng­lich wie drei „Muskeltiere". Nach eini­gen Zwischenfällen bei den Proben folgt im Schlussakt die Aufführung vor der Dorfbevölkerung. Diese endet mit einem Eklat: Roberto, der Wirt, weist Maria und Josef nicht ab, was diese ganz aus der Rolle wirft und ein abrup­tes Ende des Spiels bewirkt. Roberto wird von seinen Mitschülern be­schimpft. Aber sein Vater lobt ihn, weil er, vielleicht als einziger, die Weih­nachtsbotschaft verstanden hat.

Nach den Herbstferien hatten die Viert- und Fünftklässler unter der Leitung der Lehrkräfte Roland Knapp und Gabi Müller mit dem Einstudieren und Üben des Theaterstücks begonnen. Beim The­aterspielen lernten die Kinder, welche Wirkung sie mit ihrer Aussprache und Körperhaltung erzielen können und wie eine Geschichte glaubwürdig und fes­selnd dem Publikum näher gebracht werden kann.

Einige Male profitierten sie bei den Proben von der fachlichen Unterstüt­zung der Theaterpädagogin Regina Wurster von der Fachhochschule. Ihre Impulse gaben der Inszenierung den nötigen Witz und einige Überra­schungseffekte. Jedes Kind spielte seine Rolle überzeugend. Der begeisterte Ap­plaus belohnte die Schauspieler für die unzähligen Proben. Wer dieses beson­dere Theater nicht verpassen will, hat am 18. Dezember um 14.00 Uhr die letzte Möglichkeit in der Turnhalle Oeschgen dabei zu sein.

Im Anschluss an die Theateraufführung bot sich die Ge­legen­heit, am Advents­basar von den Schülern selbst herge­stellte Sachen zu kaufen. Die Lehrkräfte hatten die Stände weihnachtlich deko­riert und die Schüler verkauften voll Eifer ihre Ware: Adventskränze, Wind­lichter, Christbaumschmuck, Badesalz, Schreibkarten, Krachmandeln, Glüh­mostgewürz und vieles mehr. Der Elternverein bot Hot Dogs, warme Waf­feln, Crêpes und Glühmost feil. Der Erlös dieser Veran­staltung kam dem Kinderhilfswerk Unicef zugute. (sgl)