Corona-Tipps

Weil uns Corona noch länger beschäftigt: Das sind die besten Möbel fürs Homeoffice

Die zweite Welle ist da. Und weil diese länger dauern könnte, lohnt es sich, das Büro zu Hause nicht nur temporär einzurichten. So geht’s.

Wir haben es bereits in diesem Frühjahr kennen und teils auch schätzen gelernt: das Arbeiten im Homeoffice. Keine langen Arbeitswege, zwischendurch etwas Hausarbeit erledigen, die Kinder managen. Weil alles so überraschend kam, musste ziemlich improvisiert werden. Und deshalb waren wohl die meisten Arbeitsplätze zu Hause mehr schlecht als recht eingerichtet. Meist nutzte man eine freie Fläche, wo es gerade Platz hatte; mal in der Küche, am Esstisch – oder gar im Bett.

Nun, da die zweite Welle uns gerade überrollt und dies vielleicht noch länger dauern könnte, lohnt es sich, den Arbeitsplatz mit Bedacht auszustatten. Die deutsche Zukunftsforscherin Oona Horx-Strathern spricht in ihrem neuesten Home Report bereits vom «Hoffice» – der kompletten Verschmelzung von Zuhause und Büro.

Mit diesem Begriff impliziert sie auch – augenzwinkernd – das Wort «Hoffnung». In der Tat hofft laut einer Online-Studie des Gottlieb Duttweiler Institut vom Juni die grosse Mehrheit, dass das Homeoffice auch nach der Coronakrise bestehen bleibt: Sie seien zu Hause mindestens so produktiv wie im Büro und schätzten die Flexibilität.

Hohe Nachfrage: Stehpulte sind ausverkauft

Laut Jan Teunen, Experte für «Wirksame Räume» aus Wiesbaden, ist das Homeoffice keine Neuerfindung, sondern ein Phänomen, dass es bereits seit Mitte des 12. Jahrhunderts gibt und das bis 1850 der Ort für die Büroarbeit war. Er sagt:

Beim Einrichtungshaus Wohnbedarf jedenfalls ist die Anfrage nach Homeoffice-Produkten markant gestiegen. Zwar könne man schnell mit Laptop und ein paar Ordnern auch im privaten Umfeld arbeiten, so Marketing-Managerin Susana Brühlmann. Aber nach ein paar Tagen merke man, was alles fehle. «Das heisst, es braucht etwas Interieur, das zum ‹Home› passt, aber gleichzeitig auch ‹Office›-tauglich ist.» Und dafür muss nicht zwingend ein eigener Raum her.

Stehtisch mit viel Stil und Flexibilität: der Escritorio Única Nomon. Ab 2400 Fr., mooris.ch.

Stehtisch mit viel Stil und Flexibilität: der Escritorio Única Nomon. Ab 2400 Fr., mooris.ch.

Privilegiert ist schon, wer sich nicht im Esszimmer oder in der Küche einrichten muss. Wichtig ist, den definierten Arbeitsplatz clever in den Wohnbereich zu integrieren. Etwa mit einem schlanken, coolen Sekretär. Manche lassen sich elegant wegklappen, wie etwa der Flatmate-Wandsekretär oder die Rollladen-Kommode von Trix und Robert Haussmann von Röthlisberger. Doch wenn ein Möbel so formschön ist wie der Schreibtisch von Nomon House oder der At-At-Sekretär von Röthlisberger, darf man den heimischen Büroplatz auch ruhig zeigen.

Wer nicht dauernd sitzen möchte, schafft sich als Alternative einen Stehtisch an, wie etwa das praktische Möbel Metria von Allnatura oder das «Knotten» von Ikea.

Der Stehtisch Knotten von Ikea ist kein Blickfang, aber er entlastet den Rücken. 159 Fr. ikea.com

Der Stehtisch Knotten von Ikea ist kein Blickfang, aber er entlastet den Rücken. 159 Fr. ikea.com

Allerdings sind gerade beide Produkte dermassen beliebt, dass man mit längeren Lieferzeiten rechnen muss. Die Anschaffung muss ja auch nicht unbedingt sein– um den Rücken zu schonen, sollte aber zumindest auf den Einsatz eines unbequemen Küchenstuhls verzichtet werden. Ein halbwegs ergonomisches Sitzmöbel reicht da aus.

Zum Glück gibt es einige Modelle, die auch optisch etwas hergeben, wie der Atelier-Sessel Marchand von Embru, der Fritz Hansen-Stuhl der Serie 7 oder der Drehstuhl S64 Atelier von Marcel Breuer.

Auf dem Atelierstuhl von Embru sitzt es sich gut - den ganzen Tag. Circa 1100 Fr. embru.ch

Auf dem Atelierstuhl von Embru sitzt es sich gut - den ganzen Tag. Circa 1100 Fr. embru.ch

Für Stauraum sind derweil kleine Korpus-Möbel oder Trolleys praktisch, wo der ganze Papierkram, Ordner und idealerweise sogar der Drucker Platz finden.

Den Job wegklappen geht fix mit dem Flatmate-Sekretär von Müller Möbelwerkstätten. 1117 Fr. nunido.ch

Den Job wegklappen geht fix mit dem Flatmate-Sekretär von Müller Möbelwerkstätten. 1117 Fr. nunido.ch

Das Heimbüro mit viel Schönheit fluten

Weil wir ja nun das Heimbüro nach unseren eigenen Vorstellungen einrichten können, braucht es allerdings nicht mehr nur funktional zu sein. Jan Teunen ermuntert sogar dazu, den heimischen Arbeitsplatz mit viel Schönheit zu fluten; Schönheit sei der Dünger für Kreativität. Also kann man seine Büroecke durchaus seinem Wohnstil anpassen. Dabei sollte das Thema Licht nicht vergessen gehen. Es gibt einige formschöne Modelle wie die AJ Stehleuchte von Louis Poulsen oder die Lune Tischleuchte der Brdr. Krüger.

Praktische Klassiker sind die Tolomeo von Artemide oder die Fortebraccio Tischleuchte. Sie leuchten den Arbeitsplatz gut aus, sorgen aber gleichzeitig für ein wohlig-warmes Ambiente. Letzteres kann man mit ein paar Lieblingsgegenständen wie Kissen, Kerzen, Bilder oder kleine Objekte auf die Spitze treiben.

Es gibt trotz vielen Vorteilen im Homeoffice auch ein paar No-Go’s. Zum Beispiel sollte man definitiv nicht im Bett arbeiten, auch wenn so praktische Möbel wie der Tableone Laptoptisch von Jungholz dazu verleiten.

Mit dem Laptoptisch Tableone bleibt man flexibel. Circa 170 Franken, jungholzdesign.de

Mit dem Laptoptisch Tableone bleibt man flexibel. Circa 170 Franken, jungholzdesign.de

Ohnehin ist es nicht ideal, seinen Arbeitsplatz im Schlafzimmer einzurichten. Wer am Abend beim Einschlafen seine Pendenzen im Blickfeld hat, wird kaum eine ruhige Nacht haben. Mit Raumtrennern, Regalen oder Vorhängen kann man aber die Bereiche elegant voneinander trennen.

Und jetzt: Ran an die Arbeit! Schaffen Sie dabei unbedingt Routine. Stehen Sie gleich früh auf wie sonst, ziehen Sie sich an, denn Pyjama und Arbeit passen nicht zusammen. Planen und strukturieren Sie den Tag mit einer To-do-Liste – inklusive Pausen.

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