Corona-Virus

Wie rasch stecken wir uns an? Welche Massnahmen können eine schwere Erkrankung reduzieren? Die wichtigsten Fragen und Antworten

Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um das Corona-Virus. (Symbolbild)

Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um das Corona-Virus. (Symbolbild)

Wir erklären, was das Virus in unserem Körper macht.

1. Wie wird das Virus übertragen?

Das Coronavirus verbreitet sich vor allem über Tröpfchen. Wenn eine infizierte Person die von kleinsten Wassertröpfchen umgebenen Viren ausatmet, kann ein Mensch in seiner Nähe die Viren einatmen.

Diese Tröpfchen bleiben entweder an den Schleimhäuten der Nase, des Rachenraums oder an den Wänden der Luftröhre und Bronchien haften.

2. Wie lange trägt man das Virus in sich, bis es ausbricht?

Nach dem Kontakt mit dem Corona-Virus braucht es maximal 14 Tage bis es ausbricht. Im Durchschnitt macht sich die Infektion nach fünf Tagen bemerkbar.

Es beginnt ähnlich wie bei einer Grippe: Fieber, Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen, manchmal Durchfall. Es kann zu einer Lungenentzündung kommen, bis jetzt etwa in einem Fünftel der Fälle. Die meisten Krankheitsverläufe bleiben mild.

3. Was macht das Virus im Körper?

Damit sich das Virus vervielfältigen kann, muss es eine Schleimhautzelle befallen. Dieser Schritt erfordert Zeit. Dabei vervielfältigt das Virus seine genetische Information und stellt eine grosse Menge neuer Viruspartikel her.

Das Virus lässt darauf die Wirtszelle platzen, wodurch viele Viruspartikel freigesetzt werden. Über mehrere Vermehrungszyklen kann sich das Virus so weiter in den Atemwegen bis tief in die letzten Verzweigungen der Lunge ausbreiten.

4. Hat unser Körper eigene Abwehrstrategien?

Unsere Atemwege besitzen äusserst wirksame Selbstreinigungsmechanismen. Die Schleimhäute der Atemwege funktionieren wie Förderbänder. Sie sind mit Flimmerhärchen besetzt, welche den Schleim und darin abgelagerte Viruspartikel in den Rachenraum hochschaffen.

So werden die Viren aus den Atemwegen herausbefördert. Eine andere körpereigene Abwehr gegen Viren sind die Fresszellen des Immunsystems, die in den Lungenbläschen sitzen. Sie halten die Lunge sauber.

5. Werden wir gleich beim ersten Einatmen eines Coronavirus infiziert?

Nein, nicht unbedingt. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion steigt mit der Zahl der Viren an – die Dosis an Viren ist also entscheidend. Wer durch die Nase statt durch den Mund atmet, kann die Zahl der Viren reduzieren, die in den Mund und Rachenraum gelangen.

6. Nützt das Gurgeln, das Spülen des Rachenraums?

Ja, solange sich die Viren in unserem Rachenraum befinden, lässt sich ihre Zahl mit verschiedensten antiviral wirkenden Mundspülungen reduzieren. Auch bewährte Hausmittel wie Gurgeln und heissen Ingwertee trinken, so wie wir frühe Symptome einer Grippe bekämpfen, wirken.

Auch das regelmässige Inhalieren von Wasserdampf ist hilfreich. Und um die Fresszellen in den Lungenbläschen möglichst effizient Viren bekämpfen zu lassen, hilft es, sich keinen anderen Umweltschadstoffen wie Feinstaub auszusetzen und auch auf das Rauchen zu verzichten.

Eine bewusste Pflege des Rachenraums sowie alles, was die Selbstreinigungskräfte der Atemweg unterstützt, kann die Schwere des Krankheitsverlaufs beeinflussen.

7. Kann ich die Post ungefährdet aus dem Briefkasten nehmen?

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über unbelebte Flächen angesteckt haben. Behauptet wird, das Virus überlebe zwölfStunden auf einer Türfalle.

Das ist aber nicht gesichert. Sicher ist, dass man immer wieder die Hände waschen sollte, um eine solche Infektion zu vermeiden.

8. Was soll man tun, wenn man Halsschmerzen hat?

Wenn sich jemand ansonsten wohl fühlt, sollte er zu Hause bleiben und die Schmerzen wie eine Erkältung behandeln. Wer 24 Stunden ohne Symptome bleibt, darf wieder unter die Leute. Wenn es schlimmer wird, kann man sich beim Arzt anmelden.

9. Wann kommt ein Impfstoff?

Die Arbeiten dafür laufen weltweit auf Hochtouren. In den USA soll noch im Frühling mit klinischen Tests begonnen werden. Eine weitere Hoffnung sind anti-virale Medikamente, die nun getestet werden. Man kann nicht viel mehr tun als bei einer Grippe.

Symptome bekämpfen – hier können durchaus Grippe-, Erkältungs- oder Malariamedikamente hilfreich sein –, ruhig stellen und warten, bis es vorüber ist.

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