Besser leben

Tricks für mehr Selbstsicherheit

Wer gut mit sich selbst redet, vergrössert sein Selbstbewusstsein

Wer gut mit sich selbst redet, vergrössert sein Selbstbewusstsein

Brust raus, Lächeln an und los: Fünf Übungen für mehr Selbstbewusstsein im Alltag. Damit klappt auch die nächste Lohnverhandlung garantiert besser.

Sie bekommen bereits feuchte Hände und werden nervös, wenn Sie nur an bestimmte Situationen denken – etwa mit dem Chef über mehr Lohn zu verhandeln oder auf einer Sitzung ein neues Projekt vorzustellen? Mehr Selbstsicherheit wäre da die Lösung. Mit diesen fünf Tricks und Übungen können Sie sich selbst den Rücken stärken.

Sprechen Sie laut(er)

Die Sprache und die Stimme haben Auswirkungen auf die Selbstsicherheit. Menschen mit einem geringen Selbstvertrauen sprechen automatisch leiser. Wenn Sie auch zum leisen Sprechen tendieren, versuchen Sie, bewusst lauter zu sprechen. Versuchen Sie die Lautstärke zu halten, plötzliche Schwankungen wirken irritierend auf das Gegenüber.

Führen Sie Selbstgespräche

Klingt gewöhnungsbedürftig, soll aber funktionieren. Das geht so: Sprechen Sie laut mit sich selber, am besten vor dem Spiegel. Wichtig ist dabei, gemäss einer Studie von Forschern der Universität von Michigan: von sich selbst nur namentlich und in der dritten Person sprechen.

Die Wissenschafter haben herausgefunden, dass motivierende Selbstgespräche ähnliche Hirnareale aktivieren wie Lob von Drittpersonen. Überzeugen Sie also zuerst sich selber, dass Sie dieses Meeting perfekt leiten werden. Sprechen Sie mit sich aber immer wertschätzend – und führen Sie nur Selbstgespräche, wo sie ganz bestimmt niemand hört.

Lächeln Sie, einfach so für sich

Wer lächelt wirkt souverän, sympathisch und wird ebenfalls angelächelt. Probieren Sie es aus. Auf der Strasse, im Zug an der Migroskasse. Der Effekt ist ein richtiger Ego-Booster. Und sollte es nicht klappen, dann hilft zur Not diese Übung: Einen Bleistift zwischen die Zähne klemmen und diesen für etwa dreissig Sekunden halten, ohne dass er die Lippen berührt. Das breite Grinsen auf ihrem Gesicht hebt ihre Laune.

Nehmen Sie Haltung an

Wir sitzen zu viel und fallen in uns zusammen. Doch wer mit einem Buckel durchs Leben geht, strahlt alles andere als Selbstvertrauen aus. Darum mehrmals am Tag kleine Dehnungsübungen für eine offene Brust einbauen. Folgende fällt selbst im Büro kaum auf: Fassen Sie Ihre Hände hinter dem Rücken. Strecken Sie nun die Arme, blicken Sie gerade aus. Führen Sie die Schultern nach hinten und dehnen Sie die Brust. Danach die Hände vor der Brust mit viel Druck zusammen pressen. Schultern nach hinten drücken.

Jammern Sie nicht rum

Hin und wieder jammern kann durchaus entlastend und befreiend wirken. Wenn das Jammern allerdings zur Gewohnheit wird, kann dies sogar das Gehirn verändern und vergesslich machen. Zudem belasten Sie sich durch «chronisches» Jammern selbst, was auch Ihre Selbstsicherheit beeinträchtigt.

Deshalb: Machen Sie sich bewusst, ob, wie oft, bei wem und in welchem Zusammenhang Sie jammern. Wenn Sie sich dann beim Jammern ertappen, sagen Sie sich (in Gedanken) laut: «Stop!». Dann versuchen Sie stattdessen, etwas Positives in der Situation (die zum Jammern verleitet) zu sehen.

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Autor

Katja Fischer De Santi

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