1. Trau dich! Sag ja, auch wenn du lieber zögern würdest. Sonst ist ein Mann garantiert schneller.
  2. Sag, was du denkst: Mach nicht die Faust im Sack.
  3. Erziehe deine Töchter und Söhne zu selbstbewussten und gleichberechtigten Frauen und Männern.
  4. Sag deinem Mann: Ich liebe dich!
  5. Sag allen, die mithelfen, Danke!
  6. Kämpfe für deinen Lohn, gib dich nicht mit der erstbesten Summe zufrieden. Warte nicht auf eine Lohnerhöhung, die kommt selten von allein.
  7. Du bist nicht die einzige berufstätige Mutt­er auf diesem Planeten. Tausche Erfahrungen aus, kämpfe für die gleichen Anliegen, so sammelst du Mut und Kraft.
  8. Wenn du ein Teilzeitpensum hast, dann arbeite nicht Vollzeit. Andernfalls brauchst du (logischerweise) ein Vollzeitpensum.
  9. Sei entscheidungsfreudig (damit tun sich übrigens auch sehr viele Männer schwer, obwohl ihnen das zumindest von aussen nicht anzumerken ist).
  10. Sag es, wenn du (wohl vor Sorgen) die ganze Nacht nicht hast schlafen können.
  11. Bleib sensibel! Weinen ist erlaubt.
  12. Aber leg dir eine dicke Haut zu: Nicht alles Gesagte darf tief eindringen.
  13. Lass die Herren Kollegen vom Büro nicht ohne dich ins Feierabendbier gehen (und mach sicher nicht in ihrer Abwesenheit deren Arbeit fertig).
  14. Vernetze dich! Wenn's drauf ankommt – im Büro oder in der Kinderbetreuung – kannst du auf diese Unterstützung zählen.
  15. Vergiss das mit dem Schri­ttzähler. Es erwartet niemand, dass du auch noch Marathon läufst. Statt­dessen: Kauf dir ein E-Bike, das bringt dich rasch vorwärts im Leben.
  16. Regle die Kinderbetreuung klar, konstant und langfristig, sonst frisst die ständige (Um-)Organisation zu viele Nerven.
  17. Es gibt 1000 Wege, ein Kind zu betreuen, nicht alle machen es so wie du. Und das ist gut so.
  18. Freu dich, wenn die Schwiegermutt­er ungefragt deinen Kühlschrank putzt.
  19. Werde Chefin.
  20. Unterscheide täglich zwischen A-, B- und C-Problemen. Vergiss C-Probleme.
  21. Ärgere dich nicht, wenn die Lehrerin oder der Kinderarzt dich nicht mit deinem Nachnamen, sondern jenem deiner Kinder anspricht. Das ist ein C-Problem.
  22. Verlass dich auf dein Bauchgefühl, such dann nach Fakten, Indizien und Lösungen, so bist du dem Mann oft einen Schri­tt voraus. (Interessant: Diese Beobachtung stammt von einem Mann.)
  23. Willst du ein Ziel erreichen, biete kreative Lösungsvorschläge an. Auch Deals sind erlaubt. Wer auf die Maximalvariante beharrt, kriegt am Schluss nichts. (Gilt auf für Männer.)
  24. Auch im Job soll die Frauensolidarität spielen. Lass dich durch sie aber nicht von nötigen, vielleicht auch harten Entscheidungen abbringen.
  25. Und ohne die Männer geht’s nicht: Schmiede Allianzen und überzeuge Männer von deinen Ideen und Projekten.
  26. Sag Nein! Man kann es nicht immer allen recht machen. Und ja, manchmal muss man richtig streng sein.
  27. Bist du müde? Dann schlafe! Am besten gehst du dann zeitgleich mit den Kindern ins Be­tt.
  28. Tri­ttst du auf dem Weg ins Bett­ auf einen Playmobil-Ägypter und brichst diesem den Arm, dann lass die Figur sofort im Abfall verschwinden.
  29. Leg Vorräte an: In der Küche braucht es immer Pasta und Stocki, im Tiefkühler immer Brot und Fischstäbchen. Im Büro gibt’s Studentenfu­tter und Schokolade, in deinem Rucksack auch!
  30. Es gibt kein Gesetz, wonach Männer den Anspruch auf das letzte Wort in einer Runde haben.
  31. Akzeptiere es nicht still und leise, wenn ein Mann deine Ideen als die seinen verkau­ft.
  32. Nutze die Vorteile der Digitalisierung: Einschlaflieder auf Spotify, Einkaufen via App und mit Home-Lieferservice. Mailzugriff, wann und wo du dich befindest. Schaff dir die Möglichkeit, von daheim aus eine Arbeit zu erledigen. Eine strikte Trennung von Familie und Beruf ist zwar sehr wünschens- und erstrebenswert, aber oft illusorisch (was diese Liste ebenfalls beweist).
  33. Sei hartnäckig.
  34. Mach Männer auf Dinge aufmerksam, die sie selber nicht merken.
  35. Frage nicht nur Frauen, sondern auch Männer aktiv um Rat, das ist wichtig für den Gesamtblick. Entscheide anschliessend eigenständig.
  36. Mach deinen Kindern (und womöglich auch deinem Mann) klar, dass sie nicht im Büro anrufen dürfen, wenn sie ihre Finken nicht finden. In Notfällen haben allerdings deine Kinder und gegebenenfalls auch dein Mann absolute Priorität.
  37. Auch wenn im Büro keiner lacht, erzähl den Kinderwitz, den dir dein Bub am Morgen erzählt hat, trotzdem.
  38. Kinder dürfen auch mal iPad glotzen. Alle Eltern, die dem vehement widersprechen, schummeln – zumindest fast alle.
  39. Die MeToo-Debatt­e ist richtig und wichtig. Erhältst du von einem Mann ein ernstgemeintes Kompliment, darfst du es aber auch gerne annehmen. Ja, es gibt sie noch, die Gentlemen.
  40. Schone deine Nerven vor 7 Uhr. Bitt­e deinen Mann, am Morgen die Znüni-Böxli für die Kinder parat zu machen.
  41. Schick den Vater ins Mutter-Kind-Turnen. Und auch im Kinder-Basteln wird er der Held sein.
  42. Lies dieses Buch: «Der Mann und das Holz – Vom Fällen, Hacken und Feuermachen» von Lars Mytt­ing aus dem Insel-Verlag. Und finde darin alle Antworten auf das Mann-Sein.
  43. Sei nicht nachtragend.
  44. Kleider machen Leute, vor allem Frauen. Das ist leider Tatsache, kann sich frau aber auch zunutze machen.
  45. Erklär deiner Tochter, dass sie sich ihren Hund mit 18 Jahren dann gerne selber kaufen darf.
  46. Geniess die vielen kleinen und unscheinbaren Abenteuer, die der Alltag mit Kindern mit sich bringt. Verbringe Zeit mit der Familie am See, im Wald oder im Garten.
  47. Kauf deinem Buben einen neuen Playmobil-Ägypter.
  48. Mrs. Perfect gibt es nicht.
  49. Bist du glücklich? Wenn ja, dann freu dich und sei stolz! Wenn nein, dann ist es höchste Zeit, etwas zu ändern.
  50. Zum Schluss eine Weisheit, entdeckt im Zimmer meiner Tochter (8): «Sei immer du selbst. Ausser du kannst ein Einhorn sein. Dann sei ein Einhorn.»
Flurina Valsecchi

Flurina Valsecchi