Korporal Sabrina Dübendorfer und ihr Jin sind 24 Stunden am Tag zusammen. «Er ist bei mir zuhause, er begleitet mich ins Büro und auf meine Einsätze», sagt die nebenamtliche Diensthundeführerin der Kantonspolizei Zürich. 

Da erstaunt es nicht, dass Dübendorfer von ihrem Schäfer auch sagt: «Mein Hund ist der wichtigste Teil in meinem Leben. Er ist immer bei mir und kennt mich deshalb wohl besser als meine Freunde.»

Tägliches Training

Zwei- bis dreimal monatlich gibt es bei der Kantonspolizei Zürich Diensthundeübungen. «Die Hundeführer trainieren zusätzlich aber sicher täglich», sagt Jean Vollenweider, als Leiter des Diensthundewesens der Kapo Zürich für 91 vierbeinige Mitarbeiter verantwortlich. So viel gemeinsames Training, das schweisst natürlich zusammen.

Ein angehender Polizeihund bringt bereits ein gewisses Talent mit. Vollenweider: «Je nach Einsatzgebiet suchen wir die Hunde aus.» Die Reporter der Sendung «tierisch» haben den jungen Malinois Lee mit seinem Halter Roman Grätzer sowie Sabrina Dübendorfer und Jin beim Training begleitet.

Zubeissen, loslassen, aufspüren

Mit rund 10 Wochen beginnt für einen angehenden Polizeihund die Ausbildungszeit, mit zweieinhalb bis drei Jahren ist ein Vierbeiner dann einsatzfähig.

Lee lernt gerade einerseits zubeissen und vor allem auch wieder loslassen. In einem leeren Gebäude soll er zudem seinen versteckten Halter aufspüren. Mit dabei: der erfahrenere Jin und Sabrina Dübendorfer.

Die Gefahr für Hund und Unbeteiligte

Jeder echte Einsatz kann für einen Polizeihund gefährlich werden. «Wir versuchen aber, diese Gefahr so gut wie möglich abzuschätzen, damit dem Hund nichts passieren kann», sagt Jean Vollenweider. Dennoch könne es sein, dass sich ein Hund einmal verletzt.

Wichtig ist laut Sabrina Dübendorfer auch, dass keine Unbeteiligten durch einen Polzeihund verletzt werden. «Wir müssen sicher sein, dass etwa ein Gebäude bis auf die Zielperson leer ist. Sonst schicken den Hund dort nicht hinein.» (smo)