Kolumne

«Getestet»-Rubrik: Mit diesem Bilderrahmen lassen sich auch Kinder für Kunst begeistern

Es scheint wie ein normales Gemälde, ist aber ein Bildschirm: Kunst-Klassiker gibt es jetzt in digital.

Es scheint wie ein normales Gemälde, ist aber ein Bildschirm: Kunst-Klassiker gibt es jetzt in digital.

Der Meural Canvas II-Bilderrahmen von Netgear ist ideal für Hobbyfotografen und technikaffine Kunstliebhaber.

«Wer hat das gemalt?» fragt der Fünfjährige, worauf der Achtjährige lässig mit der Hand über den Rahmen wedelt und vorliest: «Van Gogh, Starry Night, 1889». Das sei schön, aber er wolle lieber das Bild mit der Welle, sagt der Kleine. Ein wenig mit der Hand gewedelt, schon erstrahlt «The Great Wave of Kanagawa» an der Wand. Das macht Eindruck.

Dabei ist der Meural Canvas II von Netgear einfach ein WLAN-vernetzter 27-Zoll-Bildschirm, entspiegelt, mattiert und mit IPS-Technologie, damit auch von der Seite etwas zu sehen ist. Das Ganze kommt in einem Echtholzrahmen daher und hat einen Lichtsensor, der die Bildhelligkeit der Umgebung anpasst, so dass die Kunstwerke wirklich wie echt aussehen.

Aber vor allem ist im Hintergrund die riesige digitale Kunstgalerie, auf die man per App Zugriff hat. 30000 Kunstwerke aus allen Epochen sind nur ein Klick davon entfernt, an der Wohnzimmerwand zu erscheinen. Eine Art Kunst-Spotify, für rund fünf Franken pro Monat.

Die Auswahl, von «Impressionismus» bis «Magnum Fotogalerie», ist so gross, dass man Stunden auf der Webseite verbringt. Hobbyfotografen können natürlich auch ihre eigenen Werke hochladen oder Kinder ihre Zeichnungen in Full-HD erstrahlen lassen.

Ein paar Schönheitsfehler hat der digitale Bilderrahmen. Da wäre einmal das Kabel, das die Illusion verrät, und das Format 16:9, welches sich für viele Kunstwerke nicht eignet. Auch wirkt die App etwas chaotisch. Die Gestensteuerung ist ein cooles Feature, aber kann einen in den Wahnsinn treiben, weil sie zu zögerlich funktioniert. Und bei einem Preis von fast 700 Franken könnte man sich überlegen, überhaupt in analoge Kunst zu investieren.

© CH Media

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