Abschied

Die letzte Reise von Kater Felix: Das passiert im Tierkrematorium

Vom Abschiednehmen zur Urne: Kater Felix wird kremiert.

Vom Abschiednehmen zur Urne: Kater Felix wird kremiert.

Immer mehr Tierhalter lassen ihre Lieblinge kremieren. Den langjährigen Freund bei der Tierkadaversammelstelle zu entsorgen, erscheint vielen unpassend. Die Sendung «tierisch» hat hinter die Kulissen eines Tierkrematoriums geschaut.

750 Grad heiss ist es im Tierkrematorium-Ofen. Rund eine Stunde dauert es, bis von einer Katze nur noch Knochen übrig sind. Diese werden danach geschreddert und in eine Urne gefüllt.

So wollen es die Besitzer von Kater Felix. Und immer mehr andere Tierhalter.

«Wie Abfall entsorgt»

«Wer schon einmal in einer Tierkadaversammelstelle war, weiss, warum», sagt Urs Kapp, Betriebsleiter des Tierkrematoriums Dicentra im Zürcher Oberland. «Wie Abfall entsorgt», würden dort die Tiere. Für viele Menschen ein zu unwürdiger Abschied von ihrem Haustier. 

Entweder sind es die Tierärzte, die die verstorbenen Tiere ins Krematorium bringen. Die Besitzer können ihr Tier aber auch selbst auf ihrem letzten Weg begleiten – samt professioneller Trauerbegleitung.

Schamottstein gegen Verwechslungen

Die Sendung «tierisch» hat Kater Felix und seine Besitzerin begleitet und zeigt, was in einem Tierkrematorium passiert.

Jedem Tier wird ein Schamottstein mitgegeben. Er ist feuerfest und mit einer Nummer versehen. So stellt das Krematorium sicher, dass die Tiere nicht verwechselt werden.

Medikamente verändern die Zellen

Bei manchen Tieren dauert die Einäscherung länger als bei anderen. Grund dafür können etwa Medikamente sein. Sie verändern die Zellen. «Bei einem Hund, der eine Chemotherapie hatte, dauert die Einäscherung nicht eine, sondern zwei Stunden», sagt Kapp.

Der Betriebsleiter hat tagtäglich mit Tod und Trauer zu tun. Das prägt: «Man lebt vielleicht etwas bewusster und geniesst das Leben mehr», sagt er. (smo)

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