Glosse
Apropos: Wie Sodom und Gomorrha

Die neuen Zahlen des BAG zum Cannabiskonsum hauen reihenweise Amtspersonen aus den Socken.

Odilia Hiller
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Odilia Hiller

Odilia Hiller

Bild: Michel Canonica

Die neuen Zahlen des BAG zum Cannabiskonsum hauen reihenweise Amtspersonen aus den Socken. «Positiv erstaunt» ist die Fachbereichsleiterin Sucht im St.Galler Gesundheitsdepartement: Im Kanton wird signifikant weniger gekifft als in der Restschweiz.

Eine Erklärung gibt’s nicht. Da müsste man spekulieren, und wer will das schon. Zum Beispiel dahin gehend, dass man als Kokainhochburg eventuell gar nicht mehr so viel Gras (b)raucht.

Erschüttert ist der Leiter der Abteilung Gesundheitsförderung Appenzell Ausserrhodens: Nirgends wird so viel gekifft wie hier. Mehr als in der Waadt oder in Genf!

Aber Vorsicht: Kleine Kantone wirft es bei solchen Statistiken schnell an die Spitze, mahnt er.

Das interessiert die Belgier.

Die sind Helden darin, Coronazahlen kleiner Gebiete so weit hochzurechnen, bis diese wirken wie Dantes Vorhölle. Nun winkt Ausserrhoden eine weitere Platzierung: auf der belgischen Karte der Drogenhöllen.