Es klingt ganz schön abgedroschen, aber wenn es Markus Ryffel sagt, dann muss man es fast glauben: «Es ist überhaupt nie zu spät.» Selbst wenn man erst im Pensionsalter mit Joggen beginnen würde, könne es noch lebensverlängernd wirken. 

Ryffel muss es wissen. Er ist der Schweizer Läufer schlechthin. Der ehemalige Langstreckenläufer hat so einige Medaillen gewonnen und Rekorde gebrochen. Sein Sportartikelunternehmen «Ryffel Running» berät seit Jahren angehende und fortgeschrittene Läufer.

Die Batterien aufladen

Laufen habe zahlreiche positive Auswirkungen auf Körper und Geist, sagt Markus Ryffel. Regelmässiger Ausdauersport sei gut für das Herz-Kreislauf-System und senke den Ruhepuls. Wer sich nur einige Kilometer täglich bewege, könne gar das Risiko senken, an Demenz zu erkranken. «Beim Joggen lädt man nicht nur körperlich, sondern auch geistig die Batterien auf.»

Aber wie kommt man auf den «beschwerdenfreien Weg des lebenslangen Joggens», wie es Ryffel nennt? Im Video (oben) gibt er ausführlich Tipps zu den Themen Trainingsbeginn, Bekleidung oder Ernährung.

Youtube-Aha-Erlebnis: So bindet man Jogging-Schuhe richtig.

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Entspannung statt Verbissenheit

Wichtig für ältere Läufer: ein Arztbesuch. Und dann brauchen alle Laufanfänger vor allem ein Ziel. Das muss nicht gleich ein Halbmarathon sein. Denn wer zu verbissen ist, macht einen der grössten Fehler. «Gerade, wer beruflich sehr eingebunden ist, sollte besser zur Entspannung joggen.»

Aber Vorsicht, Laufen kann auch süchtig machen, warnt Markus Ryffel. «Aber es gibt ja schlimmere Suchtformen als diese.» (smo)