Kurz und gut

Lärm kann krank machen – das haben die Steinzeitmenschen damit zu tun

Früher rettete er Leben, heute kann die Reaktion unseres Körpers auf Lärm krank machen.

So reagiert der menschliche Körper auf Lärm – früher rettete das Leben, heute kann es krank machen.

Dass uns Lärm sogar im Schlaf stresst, hat einen guten Grund. Nur ist dieser menschliche Mechanismus etwas in die Jahre gekommen. Warum Lärm krank machen kann, erklärt dieses kurze Video erstaunlich gut.

Lärm stört und stresst. Das erleben viele Menschen tagtäglich. Am heutigen «Tag gegen Lärm» plädieren die Lärmschutzfachleute einmal mehr für mehr Ruhe. 

Aber weshalb reagiert der Mensch so sensibel auf Lärm? Und warum kann Lärm auf Dauer zu Gefäss- und Herzkrankheiten führen?

Ein kurzes, aber aufschlussreiches Erklärvideo der SWR-Wissenssendung «Odysso» liefert den Aha-Effekt zu diesen Fragen.

Das Leben unserer Vorfahren ist nämlich der Grund, weshalb wir so empfindlich auf Lärm reagieren. Denn als der Mensch noch ungeschützt im Freien übernachtete, brauchte er hellwache Ohren. Sobald diese das Geräusch einer nahenden Gefahr wahrnahmen, reagierte das Hirn mit der Ausschüttung von Stresshormonen. Diese machten den Körper innert weniger Augenblicke fit für Angriff oder Flucht.

Dieser Körper-Mechanismus half Leben retten und funktioniert auch heute noch. Nur ist er bei dauerhaftem Lärm, vor dem nicht mehr geflüchtet werden muss oder kann, nicht ideal. Wer etwa mit Strassenlärm schläft, versetzt seinen Körper unbewusst in einen Stresszustand.

Die Stresshormone führen zu erhöhten Fett- und Zuckerwerten im Blut. Diese sollten uns eigentlich in Gefahrensituationen stärken, sind heute aber eher die Ursache für Gefäss- und Herzprobleme. (smo)

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