Gesundheit

Gurkenwasser hilft bei Muskelkrampf besser als Magnesium

Ein chinesisches Forscherteam hat insgesamt 40 Studien gefunden, die eine Wirkung der Magnesiumaufnahme untersuchten.

Ein chinesisches Forscherteam hat insgesamt 40 Studien gefunden, die eine Wirkung der Magnesiumaufnahme untersuchten.

Neben Vitamin C gehört Magnesium zu den grossen Rennern unter den Nahrungsergänzungsmitteln. Das Mineral vermag vieles, doch beileibe nicht alles, was man ihm und seinen Produkten zuschreibt.

Ein chinesisches Forscherteam hat insgesamt 40 Studien gefunden, die eine Wirkung der Magnesiumaufnahme untersuchten. Demnach senkt eine erhöhte Magnesiumzufuhr um täglich 100 Milligramm das Risiko einer Herzschwäche um 22 Prozent und das einer Diabeteserkrankung um 19 Prozent, und die Sterberate geht insgesamt um zehn Prozent zurück. Studienleiter Fudi Wang von der Zhejiang University in Hangzhou rät daher, den Verzehr von Vollkorn, Kakao, Nüssen und vor allem grünem Gemüse zu steigern, weil sich in dessen Chlorophyll grosse Mengen des Minerals befinden.

Wegen seiner engen Verbindung zu den Stoffwechsel- und Elektroprozessen im Körper liegt die Vermutung nahe, dass Magnesium auch bei Demenz und Depressionen mitspielt. Die medizinische Literatur liefert Fallberichte von Patienten, die sich binnen einer Woche von ihrem depressiven Schub erholten, indem man ihnen ein Magnesiumpräparat verabreichte. Bestätigt werden diese Beobachtungen durch eine kleine klinische Studie der University of Vermont, USA. Doch noch ist es zu früh, um Magnesium generell zur Depressionstherapie empfehlen zu können.

Eine andere Empfehlung ist mittlerweile überholt, nämlich das klassische Einsatzgebiet der Magnesiumpräparate: der Wadenkrampf. Denn der wird wohl nicht durch einen Mangel des Minerals, sondern durch fehlerhafte Rückenmarksreflexe ausgelöst. Dadurch wird der Muskel zum Schutz angespannt. Gegen diesen Irrtum hilft Essiggurkenwasser wie die North Dakota State University ermittelt hat. Trinkt man davon, erfolgt die Muskelentkrampfung in weniger als einer Minute. Die US-Forscher vermuten, dass der saure Geschmack im Mund einen Reiz auslöst, der die gestörten Reflexe im Körper wieder in Ordnung bringt.

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