Apple
Endlich nervt mich das iPad nicht mehr

Das 9,7-Zoll-iPad gibt es erstmals mit vernünftiger Tastatur. Leider haben Schweizer damit ein Problem.

Raffael Schuppisser
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Warum die Tastatur nicht für Schweizer funktioniert? Das hat mit dem Hersteller zu tun.

Warum die Tastatur nicht für Schweizer funktioniert? Das hat mit dem Hersteller zu tun.

Das neue iPad Pro, das Apple diese Woche in der Schweiz lanciert hat, ist die grösste Tablet-Entwicklung seit dem iPad 2 aus dem Jahr 2011. Okay, das mag eine persönliche Einschätzung sein. Doch ich kann sie begründen. Es sind nicht die neuen High-Tech-Features wie der speziell helle Bildschirm oder die True-Tone-Funktion (die Displayfarbe passt sich den natürlichen Lichtverhältnissen an), die es mir besonders angetan haben. Nein, der Unterschied macht die Tastatur.

Bluetooth ist unpraktisch

Natürlich gibt es schon lange Keyboards fürs iPad. Und diese habe ich auch immer genutzt, um Mails oder auch mal ganze Artikel zu schreiben. Mühsam an diesen Tastaturen ist, dass man sie über Bluetooth koppeln muss. Das Verbinden dauert lange und funktioniert nur unzuverlässig. Es gibt vermutlich nichts, mit dem ich meine Zeit unsinniger vergeudet habe als mit dem Koppeln und Entkoppeln von Bluetooth-Tastaturen.

Damit ist nun Schluss. Das iPad Pro verfügt über eine sogenannte Smart-Connect-Funktion, eine physische Schnittstelle, über die sich die Tastatur verbinden lässt. Andere Geräte wie etwa das Surface von Microsoft haben das schon lange. Apple hat diese technisch wenig herausfordernde Neuerung erst mit dem letztjährigen Pro-Modell seines Tablets eingeführt. Doch dieses ist mir mit seinem 12,7-Zoll-Bildschirm zu gross und unhandlich. Das kleiner, nun verfügbare iPad Pro hat ein 9,7-Zoll-Display (genau gleich wie das Ur-iPad) und hat damit für mich die optimale Grösse.

Die Tastatur als Problem

Alles perfekt also? Nun, nicht ganz. Die Apple-Tastatur gibt es (bisher) nur als US-Variante auf der etwa die Umlaute fehlen. Man kann die Tastenbelegung am Gerät zwar ändern, muss dann aber teilweise blindtippen. Es ist jedoch zu vermuten, dass Logitech, bald eine Schweizer-Tastatur anbieten wird.

Des Weitern hat Apple auch einen Stift für das iPad entwickelt (obwohl Steve Jobs einen solchen stets überflüssig fand). Leider ist die Sache nicht ganz durchdacht: Man kann damit zwar prima handschriftliche Notizen machen – etwa auf PDF-Dokumenten mit der App GoodNotes. Nur habe ich ihn nie dabei, wenn ich ihn brauche. Denn es gibt weder an der Tastatur noch am Tablet selber eine Halterung, um ihn zu verstauen.

Und dann wäre da noch die Sache mit dem Preis: Das kleine iPad Pro kostet in der billigsten Variante 689 Franken. Hinzu kommt die Tastatur für 159 Franken. Ja, das geht ins Geld.

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