Kolumne
Postkarte aus Rapperswil: Das zog Federer an

Alexander von Däniken
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Als in Rapperswil-Jona Aufgewachsener kann ich verstehen, warum sich Familie Federer dort niederlassen will. Es sind nicht die Lage, die Nähe zu Zürich oder der Kinderzoo. Die Steuern sind es auch nicht: Wegen der Staatssteuer des Kantons St. Gallen lebt es sich an der benachbarten Zürcher Goldküste günstiger. Was Herrliberg und Co. aber nicht bieten können, ist die hübsche Altstadt. Und der 841 Meter lange Holzsteg von Hurden SZ bis zur technischen Hochschule Rapperswil ist für einen Spaziergang ­genauso prädestiniert wie der anschliessende Strandweg bis nach Schmerikon am Ende des Obersees.

Unterhalb des Schlosses – mit Blick auf das künftige Anwesen Federers – lockt die Schlossbadi mit Gratiseintritt zum Schwimmen. Beim Schloss findet sich auch das Polenmuseum. Es war zwischen 1870 und 1927 das polnische Nationalmuseum und zeigt heute Kunst und Geschichte in drei Zeitabschnitten. Einen Besuch wert sind zudem die Rosengärten mit über 20 000 Rosen. Zwei von ihnen prägen das Stadtwappen.