1 Virus – 100 Schicksale
«Mein Traum von einem Sprachaufenthalt in Australien bleibt ein Traum»: Livia Schmidt (19), Austauschschülerin aus Oberuzwil (SG)

Livia Schmidt ist seit September in einem Sprachaufenthalt in London statt in Perth. Sie musste nach der Einreise für zwei Wochen in Quarantäne; kurz danach kam der Lockdown.

Livia Schmidt
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Livia Schmidt, ehemalige Journalismus-Praktikantin aus Oberuzwil.

Livia Schmidt, ehemalige Journalismus-Praktikantin aus Oberuzwil.

Bild: PD

«Februar 2020. Mein Jahr schien bereits durchgeplant: In vier Monaten Matura abgeschlossen, ein Praktikum bei der «Wiler Zeitung», gefolgt von einem Sprachaufenthalt in Perth. Nur einen Monat später kam die Vorstellung eines perfekten Jahres ins Wanken. Die altbekannte Schule war vom einen Tag auf den anderen vorbei, der Abschluss wortwörtlich distanziert. Was ich nächstes Jahr mache? Bis Ende Juli lautete meine Antwort: «Einen Sprachaufenthalt in Australien. Hoffentlich.»

Die Ungewissheit blieb. Trotzdem kam ich dazu, ein Visum zu beantragen, das Verzweiflung und 500 Franken kostete. Kaum drei Wochen später war klar, dass mein Traum von Australien ein Traum bleiben wird. Immerhin der Sprachaufenthalt war noch möglich, der mich schlussendlich nach London trieb – angefangen mit einer zweiwöchiger Quarantäne zu zweit auf engem Raum und einem Corona-Selbsttest. Doch gerade wegen diesen ungewöhnlichen Umständen war mir alles recht – selbst ein erneuter Lockdown konnte mir nichts mehr anhaben.»

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