Frauenfeld

140'000 Besucher: Das offenherzigste Openair der Schweiz

Sonne pur, heisse Rhythmen und friedliche Besucher am 19. Openair Frauenfeld: Die Veranstalter der grössten Hip-Hop-Party Europas ziehen eine positive Bilanz. Der grösste Zwischenfall war ein Bienenschwarm auf dem Campingplatz.

138'000 Tageseintritte registrierten die Veranstalter von Freitag bis Sonntag. "Wir sind zufrieden mit den Besucherzahlen. Sie liegen etwa im Rahmen der Vorjahre", sagte Mediensprecher Silvan Müller am Sonntagnachmittag der Nachrichtenagentur sda.

Das Festival mit 34 Live-Bands auf den beiden Bühnen und über 100 DJs in der Partyzone sei sehr friedlich verlaufen. Was in der Hip-Hop-Szene Rang und Namen hat, war dabei. So etwa die deutsche Gruppe Seeed, die Kult-Band A Tribe Called Quest oder Snoop Lion, der den Festivalbesuchern früherer Jahre als Snoop Dogg bekannt ist.

Laut Müller gab es keine grösseren Zwischenfälle. Einzig ein Bienenschwarm, der sich auf dem Campingplatz niederliess, führte zu einiger Unruhe. Es sei aber niemand gestochen worden und der zuständige Imker habe sein Bienenvolk rasch abgeholt, sagte Müller.

Beim Festival-Posten der Kantonspolizei Thurgau wurden rund 60 Diebstähle angezeigt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Meist seien Wertsachen aus den Zelten gestohlen worden. 221 Personen hätten sich in ärztliche Behandlung begeben müssen.

39 Personen wurden mit Knochenbrüchen, Alkohol- und Drogenvergiftungen sowie anderen medizinischen Problemen ins Spital eingeliefert.

Nächtliche Abkühlung

Das Wetter war drei Tage lang makellos. Die Temperaturen auf dem Gelände seien nie über die 30 Grad-Marke geklettert. Tagsüber kühlten sich die Fans mit Wasserpistolen oder in der nahegelegenen Thur. "In der Nacht war es eher kalt, sodass sich auch stark aufgeheizte Gemüter wieder abkühlten", sagte Müller.

Die Partyzone, die dieses Jahr erstmals unter dem Namen "urban circus" als Zirkus-Arena durchgestylt wurde, war nach Angaben der Veranstalter immer voll.

Gut besucht war auch die Migros-Filiale auf dem Festival-Gelände, die ihre Verkaufsfläche gegenüber der Premiere im letzten Jahr etwas vergrössert hatte.

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