Die geborene Kosmopolitin und Europäerin sei Dichterin, Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin aus vier Sprachen, Kritikerin und polyglotte Intellektuelle in einer Person, teilte die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft am Donnerstag in Köln mit. Rakusa wurde 1946 als Tochter eines Slowenen und einer Ungarin geboren. Sie wuchs in Budapest, Ljubljana, Triest und Zürich auf.

Als Schriftstellerin sei sie sowohl mit Gedichten als auch mit Prosa hervorgetreten. Mit ihrem Werk zähle sie zur europäischen Avantgarde der Gegenwart, hiess es. Der Preis soll am 24. November im Deutschen Theater in Berlin übergeben werden. Die Laudatio halte die Schriftstellerin Yoko Tawada, die 2016 selbst mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet worden war.

Rakusa wurde in der Schweiz sowie in Deutschland bereits mit zahlreichen Preisen geehrt. Unter anderem erhielt sie 2009 für "Mehr Meer" den Schweizer Buchpreis.