Das Duo hat sich auf den Bühnen im deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht mit theatralen und musikalischen Satireprogrammen. "Geistreich und wortgewandt bearbeiten die beiden mit virtuosen Stimmen, bissigen Zungen und rockigem Akkordeon Themen der Heimat Schweiz", heisst es in einer Mitteilung des Bundesamts für Kultur (BAK) zur Begründung.

Die Schauspielerin Nicole Knuth ist in einer Theaterfamilie in Küsnacht aufgewachsen; die ausgebildete klassische Sängerin Olga Tucek hat tschechische Wurzeln und ist in Zürich aufgewachsen. Zusammen gehen die beiden seit 2004 auf Tour.

Der Schweizer Kleinkunstpreis, mit dem Knuth und Tucek nun geehrt werden, ist nicht die erste renommierte Auszeichnung: Die beiden Künstlerinnen sind für ihre Arbeit bereits mit dem Salzburger Stier, dem Schweizer Kabarett-Preis Cornichon und dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet worden.

Kabarett, Clownerie und Artistik

Nominiert für den Preis waren auch der mobile Märchenzirkus Nicole&Martin sowie die Komödiantin Marjolaine Minot. Diese Nomination bringt den Ensembles jeweils 5000 Franken ein. Der Hauptpreis ist mit 40'000 Franken dotiert.

Der Schweizer Kleinkunstpreis wurde 1993 von Thuner Initianten als "Goldener Thunfisch" ins Leben gerufen und später von der Vereinigung KünstlerInnen - Theater - VeranstalterInnen (KTV ATP) verliehen. 2015 wurde die Auszeichnung in die Schweizer Theaterpreise aufgenommen und seither vom Bundesamt für Kultur finanziert und vergeben. Der Schweizer Kleinkunstpreis soll auf Bundesebene die Theaterpreise ergänzen mit den Gattungen Kabarett, Clownerie, Artistik oder Café/Concert.