Kultur

Grenzzaun zwischen Kreuzlingen und Konstanz kommt ins Museum

Der Zaun trennte viele Menschen und wird nun zum Museumsstück.

Der Zaun trennte viele Menschen und wird nun zum Museumsstück.

Mehrere Wochen haben Grenzzäune die beiden Städte am Bodensee Kreuzlingen und Konstanz getrennt. Der Zaun, der als Massnahme gegen das Coronavirus errichtet worden war, soll nun die Zeitgeschichte dokumentieren.

(dpa/lsw/gb.) Der provisorische Grenzzaun zwischen Kreuzlingen und dem deutschen Konstanz wird zum historischen Ausstellungsstück. Am Montagnachmittag übergab der Konstanzer Landrat Zeno Danner Teile davon an Paula Lutum-Lenger, die Direktorin des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg. Dort soll der Zaun voraussichtlich im kommenden Jahr die Coronakrise dokumentieren.

Anwohnerinnen und Anwohner der beiden Nachbarstädte haben mit Absperrband das Kunstwort «Kreuztanz», eine Neuschöpfung aus «Kreuzlingen» und «Konstanz», sowie ein Herz in die Zaunstreben eingeflochten.

Der provisorische Bauzaun war im März zunächst von deutscher Seite aufgebaut worden, um das Coronavirus einzudämmen. Die Absperrung hatte Schlagzeilen gemacht, weil viele Menschen aus den Nachbarstädten plötzlich getrennt waren. Um die Abstandsregeln zu gewährleisten, errichtete kurze Zeit später auch die Schweiz einen Zaun. In der Folge kam es zu emotionalen Treffen von Paaren, Freunden und Familien am Zaun. Am 15. Mai wurden die Absperrungen wieder abgebaut.

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