Das Freilichtspiel, das vom 24. Mai bis am 29. Juni stattfindet, werde eine Erzählung über das Schweizer Bauerntum, teilte der neu gegründete Verein Schwarze Spinne am Donnerstag mit. Genauso, wie das Jeremias Gotthelf für seine Zeit gelungen sei.

Inszeniert wird Christoph Fellmanns Adaption des Schweizer Klassikers von der Regisseurin Ursula Hildebrand.

Das Stück beginnt an einem Schwingfest in der Gegenwart. Auf der Tribüne werden die Schwingerfreunde sitzen, aber auch neugierige Städterinnen und Städter, die sich vom exotischen Cachet des ländlichen Volksfests begeistern lassen.

Doch plötzlich bricht in den Feiertag eine alte Sagenrealität ein - die Geschichte von der schwarzen Spinne, die die Bäuerinnen und Bauern dahinrafft.

Fellmann und Hildebrand möchten von einer Bauernrealität erzählen, in der Höfe verschwinden, in der Söhne und Töchter in die Stadt und an die Uni gehen, in der sich Bauersfrauen scheiden lassen und ausziehen. Die Kräfte, die heutige Bauern in den Ruin oder sogar in den Tod treiben, seien genauso gewaltig wie in der schwarzen Spinne, wird Fellmann in der Mitteilung zitiert. Es seinen die Kräfte der Globalisierung.

Die Rollen für das Freilichtspiel, das im Rahmen des Projekts "Die andere Zeit" der Albert Koechlin Stiftung realisiert wird, sind bereits besetzt. Schon im Dezember würden alle Darsteller in die Kunst des Schwingens eingeführt. Neben professionellen Schauspielern und Laiendarstellern aus der Innerschweiz sollen auch Schwinger die Bühne betreten. Aber, so schreiben die Organisatoren: "Nach solchen mutigen Mannen wird noch gesucht."