Ehrenoscars

Hollywood ehrt Coppola und feiert Godard in Abwesenheit

Regisseur Jean-Luc Godard (Archiv)

Regisseur Jean-Luc Godard (Archiv)

Ohne den prominenten Preisträger Jean-Luc Godard hat Hollywood am Wochenende seine Ehrenoscars vergeben. Der französisch-schweizerische Regisseur nahm seinen Preis nicht persönlich entgegen, er hatte sein Kommen zur Gala am Samstagabend in Los Angeles aus nicht bekannten Gründen abgesagt.

Erschienen waren aber Western-Star Eli Wallach, der britische Filmhistoriker Kevin Brownlow und Regisseur Francis Ford Coppola.

Coppola erhielt den angesehenen Irving-G.-Thalberg-Gedenkpreis. Der nach dem 1936 mit nur 37 Jahren gestorbenen Produzenten benannte Preis wird in unregelmässigen Abständen nur alle paar Jahre vergeben.

Der 71 Jahre alte Coppola hatte sich in der Filmwelt mit der "Der Pate"-Trilogie und dem Vietnam-Drama "Apocalypse Now" unsterblich gemacht.

Godard hatte sich nach einem monatelangen Briefwechsel mit der Oscar-Akademie entschieden, nicht zur Preisverleihung zu kommen. Die genauen Gründe sind nicht bekannt, die Akademie betonte jedoch, dass Godard sich für die Ehre bedankt habe und er sie nicht etwa zurückweise. Die Statuette werde ihm zugeschickt.

Eli Wallach, der Anfang Dezember 95 wird, kennen die meisten als unrasierten und ungepflegten Banditen aus vielen Western. So war er in dem Klassiker "Die glorreichen Sieben" der Bandenführer Calvera.

In "Zwei glorreiche Halunken" von Sergio Leone hatte er schon den Strick um den Hals, bevor er von Clint Eastwood vom Galgen geschossen wurde. Der New Yorker spielte aber auch Charakterrollen am Theater.

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