SRF-Sendung

Abgebrochene Tagesschau: Nun meldet sich Boesch zu Wort

Tagesschau jäh abgebrochen, Cornelia Boesch wurde es schwarz vor den Augen.

Tagesschau jäh abgebrochen, Cornelia Boesch wurde es schwarz vor den Augen.

Die 19.30-Uhr-Tagesschau auf SRF konnte nicht zu Ende ausgestrahlt werden. Nach rund 10 Minuten wurden Landschaftsbilder gezeigt. Moderatorin Cornelia Boesch ist kurzfristig krankheitshalber ausgefallen. Sie hat sich nun auch auf Twitter gemeldet.

Und das an diesem dramatischen Sonntag: Bürgerliche Politiker fordern drastische Massnahmen zur Bewältigung der Franken-Krise. In Griechenland stimmt das Volk über die neue Regierung und damit letztlich über den Verbleib im Euroraum ab. Die Tagesschau berichtet über die ersten Wahlresultate aus Athen. Mitten im Gespräch mit Korrespondent Werner van Gent wird es Tageschau-Moderatorin Cornelia Boesch schwarz vor den Augen.

Inzwischen hat sich Cornelia Boesch auf Twitter gemeldet: 

Tweet von Bösch

Als die Regie zurück nach Zürich schalten will, bleibt das Bild sekundenlang beim Auslandkorrespondenten van Gent hängen. Dann schaltet das Schweizer Fernsehen zurück in die Redaktion. Dort übernimmt ein erst ziemlich überraschter Sportmoderator Sascha Rufer die Sendung und berichtet über die aktuellsten Sportnachrichten.

Hier wollte Sportmoderator Sascha Ruefer übernehmen, bis er von der Regie abgeblockt wurde: 

(Quelle: Youtube)

Abbruch SRF Tagesschau

Fernsehen entwarnte rasch

Danach brach das Schweizer Fernsehen die Tagesschau ab. Minutenlang blendete die Regie den Satz ein: «Wir können die geplante Sendung nicht ausstrahlen. Wir bitten Sie um Entschuldigung.»

Die gute Nachricht «Cornelia Boesch geht es den Umständen entsprechend gut», sagte Tageschau-Chef Urs Leuthard gegenüber der «Nordwestschweiz»: «Sie muss nun wohl ein paar Tage das Bett hüten.» Gemäss Leuthard arbeitete Moderatorin Cornelia Boesch, obwohl sie leichtes Fieber hatte: «Sie hat gedacht, sie könne die Moderation durchstehen. Doch während der Sendung wurde es ihr schwarz vor Augen. Die Präsentation hat sie wohl mehr Kraft gekostet, als sie gedacht hat.» Chefredaktor Tristan Brenn entschuldigte sich für den Abbruch der Tagesschau: «Es geht ihr wieder besser.»

Eine Tagesschau, die an einem Tag wie gestern einfach abgebrochen werden muss: Das ist wohl so noch kaum je passiert. Leuthard kann sich an einen solchen Vorfall jedenfalls nicht erinnern. Er sagt: «In den letzten Jahren sicher nicht.» Für die Spätausgabe sprang dann Tagesschau-Moderatorin Wasiliki Goutziomitros ein.

SRF entschuldigte sich für den Abbruch der Sendung. Es handle sich um eine Live-Sendung ohne doppeltes Netz, da könne niemand so rasch einspringen, sagte Sprecherin Andrea Wenger gegenüber der SDA.

Bewegte stürmten Tagesschau

Ältere Zuschauer erinnerten sich gestern an die Achtzigerjahre: Während der Tagesschau vom 3. Mai 1981 stürmten zwei maskierte Demonstranten ins Studio und zeigten ein Transparent mit der Aufschrift «Freedom and Sunshine for Giorgio Bellini». Der Tessiner Giorgio Bellini galt als Mitglied der Zürcher Jugendbewegung und war im Februar 1981 wegen angeblicher Zusammenarbeit mit dem Terroristen Carlos an der deutsch-schweizerischen Grenze verhaftet worden.

Hier der Entschuldigungs-Tweet von SRF-Chefredaktor Tristan Brenn: 

Antwort-Tweet

Auf Twitter war der Tagesschau-Abbruch sofort das Hauptthema:

Tweet

Tweet

Tweet

Hier lässt sich die 10-minütige Tagesschau nachschauen, allerdings bereits nachgeschnitten: 

(Quelle: SRF)

Verkürzte Tagesschau vom 25. Januar 2015

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