TV-Show

Die 17-jährige Tiziana ist die neue Voice of Switzerland

Die Schweiz hat ein neues Sternchen am Pophimmel. Tiziana Gulino geht noch zur Schule, ob sie in nächster Zeit noch dazukommt, ist zu bezweifeln. Denn Tiziana ist die neue «The Voice of Switzerland».

Nach etwas mehr als zwei Stunden war es so weit. Sven Epiney und Viola Tami verkündeten: «Und The Voice of Switzerland 2014 heisst ... Tiziana Gulino.»

Die erst 17-Jährige ging als Küken ins Finale und hat die anderen drei hinter sich gelassen. In der Online-Umfrage von SRF lag sie kurz vor Abstimmungsschluss mit 39 Prozent vor Shem mit 32 Prozent.

Ob dieser Sieg verdient war oder nicht, darüber lässt sich streiten. Auf Twitter gab es bereits kurz nachdem die Siegerin verkündet wurde jene, die herzlich gratulierten und den Sieg für gerechtfertigt halten, und dann gab es die anderen, für die der Jöö-Faktor ausschlaggebend war. Generell waren die Leistungen der Talente in der Sendung nicht überwältigend.

Tiziana Gulinos Auftritt im Finale

Zum einen gingen sie neben ihren berühmten Duettpartner meist unter, zum anderen hatten sie mit den Coversongs zu kämpfen. Auch bei Tiziana war das Cover nicht perfekt gewählt, dafür harmonierte sie am besten mit ihrem Duettpartner Bastian Baker. Und auch ihr eigener Siegersong war einer der besten. «Living it up» von Peter Brandenberger konnte noch am ehesten mit «Warrior» von Tiziana mithalten, jedoch sprich ihr Song wohl ein viel breiteres Publikum an als Peters Blues-Nummer.

Nebst den Leistungen der Talente konnte auch die Show als Ganzes nicht wirklich überzeugen. Auf Twitter wurde sie als enttäuschend und langweilig beschrieben. Am meisten zu diskutieren gab fast die Moderationsleistung von Viola Tami. Ihr erster Versprecher kam nach knapp 15 Minuten, als sie von drei Talenten sprechen wollte anstatt von deren vier, später folgten Witze, die nicht lustig waren. Die internationalen Stars brachten einen gewissen Glamour in die Show. Wenn man dann aber genauer hinschaut und sich fragen muss, wo der Tonabnehmer für die Gitarre von Samu Haber ist, lässt das einem an der Glaubwürdigkeit der Sendung zweifeln.

Was Tiziana aus ihrem Sieg macht, wird sich zeigen. In erster Zeit wird sie sicher viel um die Ohren haben. Ob sie sich aber in dem Haifischbecken, das die Schweizer Musikbranche ist, durchsetzten kann, bleibt abzuwarten. Auch wie es mit den andern Talenten weiter geht, steht noch in den Sternen. Zumindest bei Peter und Rahel Buchhold. Shem Thomas hat bereits diese Woche angekündigt, dass er, egal ob er gewinnt oder nicht, in nächster Zeit ein Album herausgeben wird. Natürlich sind wir am meisten auf das Album von Tiziana gespannt sein. Und wie schnell sie sich in ihr neues Dasein einleben wird.

The Voice of Switzerland: Siegerinterview mit Tiziana Gulino

Interview mit Coach Marc Sway nach dem Finale von «The Voice»

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