Casino-Theater
Umfassende Sanierung

11,8 Millionen Franken – für diesen Betrag wird das Burgdorfer Casino-Theater voraussichtlich renoviert. Der Verwaltungsrat will die Sanierungs- und Umbauarbeiten von März 2011 bis Oktober 2012 durchführen.

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Casino Burgdorf

Casino Burgdorf

Berner Rundschau

Fabienne Wüthrich

Technische Einrichtung, Sandsteinfassade, Sanitäranlagen, Küche - die Mängelliste des Burgdorfer Casino-Theaters ist gross. «Wir haben grossen Nachholbedarf», sagt Barbara Schütz, Verwaltungsratspräsidentin der Casino-Theater AG. Vor 80 Jahren sei das Haus zum letzten Mal umfassend saniert worden. «Nun ist eine Renovation dringend nötig.»

Nebst dem aufgelaufenen Unterhalt sollen aber auch betriebliche Verbesserungen wie eine bessere Erschliessung für das Publikum und Anlieferung, ein behindertengerechter Zugang sowie der Umbau des Foyers mit der Kasse und Garderobe vorgenommen werden. «Das ist sinnvoll», sagt Schütz.

Die gesamte Sanierung wird voraussichtlich von März 2011 bis Oktober 2012 durchgeführt - in diesem Zeitraum sind das Theater und das Restaurant geschlossen. Die Theatersaison werde wahrscheinlich um etwa eineinhalb Monate verkürzt sein. Doch: «Wir suchen im Augenblick Räumlichkeiten als Ersatz.» Dabei will der Verwaltungsrat laut Schütz den Standort Burgdorf am liebsten beibehalten. Vor allem bei der Kleinkunst sei das sehr gut möglich, sagt sie. «Bei grösseren Aufführungen - wie etwa Opern - wären auch die Städte Langenthal und Solothurn als Alternativen denkbar.»

Für die Renovation des Theaters hat der Verwaltungsrat bereits einen Profi gefunden: Der Winterthurer Ernst Zollinger arbeitete laut Schütz ein Vorprojekt für die Sanierung des Gebäudes aus. Zollinger habe grosse Erfahrung mit historischen Bauten. So renovierte er unter anderem das Winterthurer Casino-Theater. «Der Verwaltungsrat hat bewusst jemanden mit Erfahrung gesucht», sagt sie.

Umgerechnet werden die gesamten Sanierungs- und Umbauarbeiten etwa 11,8 Millionen Franken kosten. Diese Arbeiten könnten aber nur ausgeführt werden, wenn sich die öffentliche Hand massgeblich an den Kosten beteilige. Schütz erklärt: «Von der Stadt erwarten wir etwa die Hälfte der benötigten Mittel.» Dabei denke der Verwaltungsrat beispielsweise an ein Darlehen. Sie erklärt: «Daneben wollen wir aber auch private Geldgeber suchen.»

Eine Möglichkeit sei eine Aktienkapitalerhöhung, eine andere Sponsoring. Und: «Vielleicht finden wir für die Renovation des Restaurants einen Investor.» Spruchreif sei aber zu diesem Zeitpunkt noch keine dieser Ideen. «Wir müssen nun abwarten, ob wir Geld von der Gemeinde erhalten», sagt Schütz.