Anhand von Berichten von zehn historischen Persönlichkeiten zeichnet die Ausstellung "Bergwärts" im Thun-Panorama nach, wie die Menschen im Laufe der Zeit ihre Beziehung zu den Bergen veränderten und wie aus Orten des Grauens und Schreckens romantische Sehnsuchtsziele wurden.

Eine dieser Persönlichkeiten, die in der Ausstellung zu Wort kommt, ist die Engländerin Jemima Morrell. Sie gilt sozusagen als erste Pauschalreisende durch die Schweiz. Unter der Führung des Reiseleiters Thomas Cook bereiste Morrell das Berner Oberland und berichtete in ihrem Tagebuch darüber.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist das älteste Rundbild der Welt, das in einer Rotunde im Thuner Schadaupark, dem Thun-Panorama, zu bestaunen ist. Vor rund 200 Jahren schuf der Basler Künstler Marquard Wocher ein riesiges Rundgemälde, welches das Leben in der Kleinstadt Thun detailreich festhält.

Wer den Blick hebt vom geschäftigen Treiben in den Thuner Gassen, dem strahlen auf dem riesigen Bild die Gipfel der Berner Alpen entgegen. Auch die Alpenkulisse hat Wocher mit grosser Sorgfalt und vielen Details dargestellt.

Immerhin waren Mitte des 19. Jahrhunderts die Berge zu Reisezielen für eine wachsende Touristenschar geworden. Wocher gehörte also jener Epoche an, in der sich das Bild der Berge stark wandelte.

Die Ausstellung im Thun-Panorama wird ergänzt mit Kunstprojekten im Berner Oberland. In Aeschi wollen Ortsansässige und Asylsuchende einen Dialog zum Thema Berge aufnehmen und eine Ausstellung mit Werken aus der Sammlung des Kunstmuseums Thun gestalten. Auch auf dem Niesen werden Bilder aus der Thuner Sammlung ausgestellt.

Die Ausstellung "Bergwärts" im Thun-Panorama dauert vom 11. März bis am 25. November 2018.

www.thun-panorama.ch