Ausstellung

Grafiken aus der Coninx-Sammlung im Bündner Kunstmuseum

Eine Grafik von Ernst Ludwig Kirchner, die eine Tänzerin zeigt.

Eine Grafik von Ernst Ludwig Kirchner, die eine Tänzerin zeigt.

Das Bündner Kunstmuseum in Chur zeigt bis Anfang März Werke aus der Grafiksammlung der Werner Coninx Stiftung. Werner Coninx, 1980 in Zürich verstorben, entstammte der gleichnamigen Zürcher Verlegerfamilie und war Kunstmaler sowie -sammler.

Die Stiftung übergab nach der Schliessung 2012 im letzten Jahr dem Kunstmuseum in Chur als Dauerleihgabe grosse Teile der Grafiksammlung mit fast 1000 Werken. Nach Angaben des Bündner Kunstmuseums handelt es sich um eine der bisher umfangreichsten und wichtigsten Erweiterungen in der Geschichte der hauseigenen Sammlung.

Auch andere Museen in der Schweiz erhielten Dauerleihgaben aus der Coninx-Sammlung, darunter das Aargauer Kunsthaus, das Kunstmuseum Winterthur, das Musée Jenisch in Vevey und das Kunsthaus Zürich. Die Dauerleihgabe in Chur besteht aus Grafiken von Cuno Amiet, Giovanni Giacometti, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Max Beckmann, Hermann Scherer, Johann Robert Schürch und anderen.

"Nachtschatten" heisst der Titel der Ausstellung, die seit Freitag in Chur besucht werden kann und die von Co-Direktor Stephan Kunz kuratiert wurde. Im Brennpunkt stehen die dunklen Seiten des Expressionismus: apokalyptische Landschaften sowie Szenen im Kaffeehaus oder im Zirkus, die Halbwelten zeigen. Oder die Blicke werden in trostlose Innenräume geführt und offenbaren Abgründe der menschlichen Seele, wie das Museum schreibt.

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