Freitag, 14. September. Es ist kein Zufall, dass wir heute Morgen zuerst einmal auf Haselnusshaine, und erst danach auf Rebberge stossen. Die Route von Bossolasco über Alba nach San Damiano beginnt auf den windigen Kreten der Alto Langhe auf über 700 Metern Höhe. Und hier fühlen sich die Haselnüsse halt wohler als die Reben. Der erste Eindruck täuscht aber auch in diesem Fall nicht: Die bekanntesten Vertreter des Piemonts bleiben wohl noch lange Jahre die Weine mit den klangvollen Namen: Barolo, Barbaresco, Barbera oder Arneis. Aber die Haselnüsse gewinnen erstaunlicher Weise an Bedeutung.

Wein oder Haselnüsse?

Während die grossen Rebgüter und Weinvermarkter selbstverständlich auch in Zukunft auf die berühmten Rebensäfte setzen werden, schwenken vor allem die kleineren Landwirtschaftsbetriebe vermehrt auf die Haselnuss um. Sie ist nicht nur viel weniger arbeitsintensiv, sondern bringt auch finanziell mehr Ertrag - dafür sorgt vor allem ein bekannter Hersteller von süssen Küssen...

Man muss nicht jede Modeströmung mitmachen. Unsere Vorliebe gilt weiterhin dem Wein. Auf dem Esstisch unserer Freunde Ruth und Max, die uns heute Nachmittag so gastfreundlich aufgenommen haben, steht im Moment eine Käseplatte, die einem das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Da passen schokoladeumhüllte Haselnüsse nicht so gut dazu.

Unsere heutige Fahrt ins Piemont: Bossolasco - San Damiano, 53 km, 285 Hm

PS: Das Piemont ist stets einen Ruhetag wert - oder zwei - nächster Blog deshalb voraussichtlich erst wieder am Montag.