Apropos

Weihnachten – das Fest der Ungeduld

Die Weihnachtsbeleuchtung in der Solothurner Altstadt wurde am 14. November aufgehängt, gezündet wird sie zwei Wochen später.

Die Weihnachtsbeleuchtung in der Solothurner Altstadt wurde am 14. November aufgehängt, gezündet wird sie zwei Wochen später.

Muss denn Weihnachten immer so in die Länge gezogen werden werden?

Es beginnt schon beim Weihnachtsgebäck, das Jahr für Jahr früher in den Läden liegt – und so früh irgendwie doch nicht gegessen werden darf: Im Spätsommer kaufen nur Gastro-Banausen gefüllte Lebkuchenherzen, und dazu zähle ich mich, jedenfalls offiziell, nicht.

Dann die Sache mit den Weihnachts-Apéros, -Essen und -Festen: Wochen vorher verabreden wir uns zu Glühwein und Fondue Chinoise, zum „Guetzle“ und auf Weihnachtsmärkten. Wochen! Bis ich endlich ein Stück Fleisch auf der Gabel habe, habe ich keinen Appetit mehr danach.

Ähnlich die Sache mit den Geschenken: Die Neunmalklugen im Bekanntenkreis machen mir ab Mitte November immer ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihre Gaben schon allesamt zusammenkommissioniert haben.

Ich bin viel zu ungeduldig dafür, hübsch verpackte Geschenke für eine halbe Ewigkeit im Schrank verschwinden zu lassen, ohne sie übergeben zu dürfen.

Und wann werden eigentlich all die Weihnachtsbeleuchtungen gezündet, die schon seit Tagen über den dunklen Einkaufsstrassen hängen?

Noch 33 Mal schlafen, dann ist Heiligabend.

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