Kommentar

Senioren warten auf ihren verdienten Platz

Die Erweiterung des regionalen Seniorenzentrums macht eine Extrarunde.

Das Altersheim Im Morgen in Weiningen muss ausgebaut werden. Es bietet heute so wenig Platz, dass manche Seniorinnen und Senioren ihren Lebensabend ausserhalb des rechten Limmattals verbringen müssen. Obwohl das viele doch gar nicht wollen. Nun verzögern sich der Ausbau und die Sanierung des Altersheims erneut. Die Senioren müssen also noch länger warten. Die Hintergründe der Verzögerung sind zwar komplex. Aber es lässt sich festhalten, dass das Architektenhonorar eine wichtige Rolle spielte beim Entscheid, die Zusammenarbeit mit dem Architektenteam zu beenden.

Waren dessen Forderungen zu hoch? Oder hat der Zweckverband die Kosten unterschätzt, die auf ihn zukommen könnten? Spielte beides zusammen? War es ein Fehler des Zweckverbands, nicht von Anfang an auf eine Total-Unternehmer-Submission zu setzen? Und wie ist die Leistung der professionellen Beratungsfirma zu beurteilen, die das Studienauftragsverfahren für viel Geld begleitete, aber den Honorar-Streit nicht voraussah? Und nicht vermeiden konnte? Diese Fragen könnte man lange diskutieren. Aber es bringt kaum etwas.

Stattdessen gilt es nach vorne zu schauen. Mit der neuen Submission muss nun alles klappen. Schliesslich schwindet mit jeder Verzögerung der Glaube daran, dass es die letzte Verzögerung ist. Die Voraussetzungen wären doch gut: Man hat zahlreiche involvierte Gremien – von der Zentrumsleitung über die Delegierten und den Vorstand bis hin zur Profi-Bauberatung. Und vor allem hat man Senioren, die auf ihren verdienten Platz im Altersheim warten.

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